Kiel setzt auf Masterplan für Klimaschutz
Die Stadtverwaltung in Kiel (Schleswig-Holstein) arbeitet an einem großen Plan, um den Klimaschutz in der Stadt voranzutreiben. Das Ziel ist die sogenannte Klimaneutralität. Damit die Stadt weiß, wo sie steht, lässt sie sich regelmäßig prüfen. In den Jahren 2014, 2018 und 2022 bekam Kiel dafür den „European Energy Award Gold“. Das ist das höchste Zertifikat für Kommunen in Europa.
Bei der letzten Prüfung hat Kiel 86,1 Prozent der Anforderungen erfüllt. Damit hat die Stadt die höchste Punktzahl aller deutschen Kommunen erreicht, die im Jahr 2022 ausgezeichnet wurden. Die Stadt will sich nicht ausruhen und plant, die Quote in Zukunft noch weiter zu steigern. Die nächste große Zertifizierung ist voraussichtlich für das Jahr 2027 geplant. Ab dem Frühjahr 2026 übernimmt der Verein „Klimakommune Deutschland e. V.“ die Leitung des Programms.
Die Grundlage für all die Maßnahmen ist der „Masterplan 100% Klimaschutz“. Darin steht genau, was die Stadt tun will. Dazu gehört zum Beispiel, dass städtische Gebäude klimaschonend gebaut oder saniert werden. Auch bei Verträgen mit privaten Bauherren werden feste Energiestandards festgelegt. Die Stadt kontrolliert zudem genau, wie viel Energie in den Gebäuden verbraucht wird, und optimiert die Technik.
Weitere Projekte sind die energieeffiziente Reinigung im Klärwerk Bülk und eine umweltfreundliche Müllentsorgung durch den ABK. Außerdem will die Stadt den Fahrradverkehr fördern und die Stadtentwicklung klimafreundlicher gestalten. Auch Themen wie das „ZeroWaste-Konzept“ und die Anpassung an den Klimawandel gehören zum Plan. Alle Projekte werden regelmäßig überprüft und angepasst.
Wer Fragen zum Masterplan hat, kann sich an die Projektleitung wenden. Erreichbar sind Carina Knebel unter der Telefonnummer 0431 901-3771 oder Lisa Macheleidt unter 0431 901-3979.
Quelle: Kiel – zur Originalmeldung