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Kiel: Polizei schlägt illegales Poker-Casino in Gaarden auf

In einem gemieteten Objekt in Kiel-Gaarden lief ein illegales Pokerspiel. Die Polizei griff kurz vor Mitternacht durch und sicherte viel Bargeld.

Kurz vor Mitternacht in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war in Kiel-Gaarden (Schleswig-Holstein) einiges los. Beamte vom Kommissariat 17 der Bezirkskriminalinspektion und Unterstützung aus Eutin stürmten ein Gebäude. Sie hatten einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Flensburg in der Tasche, den die Generalstaatsanwaltschaft beantragt hatte.

Als die Polizisten die Räume betraten, fanden sie eine Szene vor, die fast wie in einem echten Casino aussah. Die gemieteten Zimmer waren extra so eingerichtet, dass sie einer offiziellen Spielstätte glichen. Es war weder eine Wohnung noch ein Büro, sondern ein Ort, der nur für das Glücksspiel gedacht war.

In den Räumen trafen die Beamten elf Menschen an, die im Alter von 25 bis 60 Jahren sind. Die Polizei nahm ihre Personalien auf. Neun der Beteiligten sind Deutsche, einer kommt aus Georgien und einer aus Albanien. Neben den Menschen sicherten die Polizisten auch eine beachtliche Summe Geld: Es war Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich dabei.

Gegen alle elf Menschen wurden nun Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht um den Verdacht, dass sie ein Glücksspiel ohne Genehmigung veranstaltet oder daran teilgenommen haben. Die Ermittlungen führt das Kommissariat 17 gemeinsam mit einer Spezialeinheit der Generalstaatsanwaltschaft, die sich auf die Bekämpfung von organisierter Kriminalität spezialisiert hat.

Die Polizei in Kiel führt in diesem Zusammenhang bereits mehrere gemeinsame Einsätze mit der Generalstaatsanwaltschaft durch. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeidirektion Kiel – zur Originalmeldung

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