Zum Inhalt springen
newssofort.de

Kiel: Klima-Aktion blockiert Zufahrten zu Werften

Mehrere Menschen haben am Montagmorgen die Einfahrten der Schiffsbauunternehmen TKMS und German Naval Yards besetzt und sich teilweise an Gegenstände festgeklebt.

Am Montagmorgen gegen 04:15 Uhr kam es in Kiel (Landeshauptstadt Schleswig-Holstein) zu einer Blockade. Insgesamt 16 Menschen versammelten sich an den Zufahrten zu zwei großen Schiffsbauunternehmen. Acht Leute besetzten die Werftstraße auf Höhe der Franziusallee, weitere acht Menschen blockierten die Werftstraße auf Höhe der Elisabethstraße.

Die Demonstranten hatten sich eine besondere Strategie überlegt: Sie stellten sogenannte Dreibeine auf. In einem dieser Gestelle befand sich eine Person mit Klettergeschirr in etwa drei Metern Höhe. Zudem brachten die Teilnehmer sperrige Gegenstände mit und klebten sich an diese fest, um die Zufahrt zu verengen. Andere setzten sich einfach in den Einfahrtsbereich. Trotz der Blockaden konnten die Mitarbeiter der Firmen TKMS und German Naval Yards ihre Arbeitsplätze erreichen.

Die Polizei stufte die Aktion als Versammlung ein, allerdings gab es keinen erkennbaren Leiter der Gruppe. Gegen 10:30 Uhr ordnete die Stadtverwaltung die Auflösung der ersten Gruppe an der Ecke Elisabethstraße an. Einige Teilnehmer gingen von selbst weg, andere mussten von Spezialkräften der Bereitschaftspolizei und der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung entfernt werden.

Fast zeitgleich, gegen 10:00 Uhr, tauchten zehn weitere Menschen in der Werftstraße Höhe Elisabethstraße auf. Sie hielten eine weitere Versammlung auf dem Gehweg neben dem Eingangsbereich ab. Diese endete gegen 14:00 Uhr. Die zweite ursprüngliche Blockade an der Franziusallee wurde schließlich um 14:10 Uhr von den Beteiligten selbst beendet.

Nun übernimmt das Staatsschutzkommissariat der Bezirkskriminalinspektion Kiel die Ermittlungen. Die Polizei hat Strafanzeigen wegen des Verdachts der Nötigung eingeleitet. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeidirektion Kiel – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Kiel

Alle ansehen