Kiel: Große Messer- und Drogenkontrolle am Bahnhof und in Gaarden
Am Donnerstag startete die Polizei in Kiel (Schleswig-Holstein) eine große Aktion gegen Gewalt und Drogen. Gegen 16:30 Uhr begann die Kontrolle am Hauptbahnhof. Insgesamt 70 Beamte waren im Einsatz. Sie kamen aus verschiedenen Revieren, von der Bereitschaftspolizei aus Eutin, der Bundespolizei und auch vom Gewerbeamt der Stadt.
Am Bahnhof hielten die Beamten 89 Menschen an und durchsuchten sie. Dabei fanden sie neun Messer. Vier davon waren Einhandmesser, die generell verboten sind. Die anderen Messer durften die Leute an diesem Ort ebenfalls nicht dabei haben. Deshalb wurden Anzeigen geschrieben. Ein Mann hatte zudem Pech, weil gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Die Polizisten nahmen ihn sofort fest und brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Kiel.
Nach dem Einsatz am Bahnhof ging es gegen 18:20 Uhr weiter in den Stadtteil Gaarden. Dort suchten die Einsatzkräfte den Vinetaplatz ab und kontrollierten 170 weitere Menschen. Wieder kamen verbotene Gegenstände zum Vorschein: Zwei Menschen hatten Einhandmesser dabei, eine weitere Person führte ein verbotenes Pfefferspray mit sich. Auch hier folgten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz.
Parallel dazu schauten sich die Beamten zusammen mit dem Gewerbeamt 19 Gaststätten an. Sie prüften, ob dort alle Regeln eingehalten werden. In acht Läden fanden sie Verstöße, die Betriebe durften aber trotzdem geöffnet bleiben.
Am Ende der Aktion wurden sechs Menschen festgenommen, weil sie gegen das Ausländerrecht verstoßen hatten. Diese Menschen wurden an das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge übergeben.
Die Polizei möchte mit solchen Kontrollen die Gewalt an Bahnhöfen und in Zügen senken. Ob es gegen die betroffenen Menschen nun zu Strafverfahren kommt, klärt die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.