Kerpen: Neue Hol- und Bring-Zone am Schulzentrum eröffnet
Am 24. August 2026 wurde die neue Hol- und Bring-Zone am Schulzentrum Horrem/Sindorf (Kerpen, Rheinland-Pfalz) offiziell eröffnet. Bürgermeister Thomas Jurczyk gab den Startschuss. Bei dem Termin waren auch die Schulleitungen der Willy-Brandt-Gesamtschule und der Realschule Kerpen dabei. Sogar einige Schüler schauten trotz der Sommerferien vorbei.
Das Problem war bisher die Bruchhöhe. Dort kam es oft zu Streit und gefährlichen Situationen, weil sich die Schulbusse und die Autos der Eltern in die Quere kamen. Die Zahlen zeigen, warum das so ist: Rund 1.400 Schüler nutzen täglich den Bus, während etwa 240 Kinder mit dem Auto gebracht oder abgeholt werden.
Jetzt gibt es eine neue Regelung: Autos werden künftig schon am Anfang der Bruchhöhe auf einen Stichweg zum Parkplatz geleitet. So bleibt die Hauptstraße der Bruchhöhe vor allem für die Busse frei. Die Stadt will damit den Verkehr direkt am Schulzentrum reduzieren, damit die Jugendlichen sicherer und selbstständiger zur Schule kommen.
Die Lösung entstand nicht einfach so im Rathaus. Ein Büro aus Wuppertal hatte gemeinsam mit den Schülern einen sogenannten Schulwegcheck gemacht. Die Jugendlichen haben selbst in Projektgruppen gesucht, wo es gefährlich ist, und Vorschläge für Verbesserungen gemacht.
Das ist aber erst der Anfang. Bald gibt es eine weitere Zone auf dem P+R-Parkplatz am Bahnhof Sindorf. Wer dort parkt, muss noch rund 950 Meter zum Schulgelände laufen. Außerdem sollen in den nächsten Monaten die Ampeln an der Einmündung L277 zur Bruchhöhe angepasst und die Überwege verbessert werden.
Auch beim Busverkehr gibt es Änderungen. Zusammen mit der REVG wurden die Abfahrtszeiten nach der sechsten Stunde optimiert. Gegenüber der Erftlagune gibt es nun einen eigenen Bussteig für den Sindorfer Ringbus. Weil viele Leute die Linie nutzen, fährt im neuen Schuljahr ein zusätzlicher Bus.
Zuletzt wird noch geprüft, ob eine weitere Anbindung des Campus an die L277 sinnvoll ist. Das war ein konkreter Wunsch der Schüler, der nun in einer Studie untersucht wird.
Quelle: Kerpen – zur Originalmeldung