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Katasteramt Rinteln schließt und zieht nach Hameln

Nach fast 200 Jahren Verwaltungsgeschichte endet eine Ära in Rinteln. Die Behörde wird mit dem Standort Hameln zusammengelegt.

In Rinteln (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen) geht eine lange Tradition zu Ende. Am 18. September 2026 wird die Tür des dortigen Katasteramtes zum letzten Mal geschlossen. Ab dem 21. September 2026 gibt es den Standort nicht mehr, denn die Behörde wird mit dem Katasteramt Hameln zusammengelegt.

Das ist kein Einzelfall, sondern Teil eines großen Plans vom Land Niedersachsen. Insgesamt werden landesweit 14 von 53 Katasterämtern aufgelöst und mit anderen Standorten verschmolzen. Ziel ist es, die Verwaltung zukunftsfest zu machen. In der Regionaldirektion Hameln-Hannover gibt es deshalb künftig nur noch drei Ämter statt bisher fünf. Ähnlich läuft es in Alfeld, wo das Amt zum 1. Oktober 2026 schließt und nach Hildesheim zieht.

Für die Menschen im Landkreis Schaumburg ändert sich die Anlaufstelle: Alle Anfragen und Aufträge laufen nun über Hameln. Das geht laut Behörde vor allem deshalb, weil vieles digital erledigt werden kann. Wer zum Beispiel einen Lageplan braucht, eine Grundstücksteilung plant oder ein Gebäude einmessen lassen will, kann das mittlerweile online über das System NAVO oder über Katasterkarten-online erledigen.

Die Mitarbeiter in Rinteln behalten ihre Jobs. Die 24 Beschäftigten ziehen einfach mit nach Hameln. Dort wird das Gebäude leicht umgebaut, damit insgesamt 45 Leute dort Platz finden.

Der Abschied ist besonders, weil das Amt in Rinteln fast 200 Jahre alt ist. Es gehört zu den ältesten seiner Art in der Region. Die Dienststelle war schon oft umgezogen: Erst war sie in der Hafenstraße 1, dann ab 1932 in der Klosterstraße 27 und seit 1955 im Behördenhaus in der Breiten Straße 17. Früher war das Amt viel größer; um die Jahrtausendwende arbeiteten dort fast 100 Vermesser. Dass es jetzt kleiner wird und schließlich schließt, liegt vor allem an der Automatisierung und der Digitalisierung der Arbeit.

Wer das Amt ab dem 21. September erreichen will, kann dies per E-Mail unter [email protected] tun.

Quelle: Landesportal Niedersachsen – zur Originalmeldung

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