Kassel: Wasserentnahme aus der Fulda verboten
In Kassel (Hessen) ist es bald verboten, einfach so Wasser aus der Fulda zu holen. Die Stadt weitet ein bestehendes Verbot, das bereits für andere Gewässer galt, nun auch auf den Fluss aus. Die Regelung tritt am 29. August in Kraft, nachdem sie am Vortag im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Das Verbot gilt vorerst bis zum 31. Dezember 2026.
Der Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit. Es hat seit Wochen kaum geregnet, weshalb die Wasserstände sinken. Zudem gibt die Edertalsperre nur noch ein Minimum an Wasser ab. Durch die Hitze erwärmt sich das Wasser in der Fulda immer mehr, wodurch weniger Sauerstoff übrig bleibt. Das gefährdet die Fische, Pflanzen und kleinen Lebewesen im Fluss.
Das Verbot betrifft vor allem den sogenannten Gemeingebrauch. Das heißt: Wer mit Eimern oder Gießkannen Wasser aus dem Fluss schöpft, macht sich strafbar. Wer jedoch eine offizielle Erlaubnis oder alte Rechte für die Wasserentnahme hat, darf dies weiterhin tun – muss sich aber an die Regeln für Niedrigwasser halten.
Die Stadt warnt deutlich vor Verstößen. Wer das Verbot ignoriert, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Im schlimmsten Fall droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.
Obwohl die Trinkwasserversorgung für die Menschen in Kassel aktuell nicht gefährdet ist, bittet die Stadt alle Bürger, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Die Behörden beobachten die Wasserstände nun genau. Sollte sich die Lage verbessern, wird die Stadt die Regelung noch einmal prüfen.
Quelle: Kassel – zur Originalmeldung