Kassel erhält wertvolle Druckgrafiken von Kazuo Katase
Die Stadt Kassel (Hessen) bekommt einen wichtigen Zuwachs für ihre Kunstsammlung. Irene Adelmann-Katase, die Witwe des Künstlers Kazuo Katase, hat der Stadt 20 Druckgrafiken übergeben. Die Werke werden nun in der Graphischen Sammlung von Hessen Kassel Heritage aufbewahrt.
Die Schenkung kommt nicht aus dem Nichts. Die Stadt hatte bereits zwei andere Werke von Katase gekauft: ein Bronzeobjekt aus den Jahren 1988/89 und ein großes Pastellbild von 1989. Die Witwe wollte, dass das gesamte druckgrafische Werk an einem öffentlichen Ort zusammenbleibt. Deshalb entschied sie sich bewusst für Kassel, da die Stadt bereits Sammlerin seiner Kunst ist. In der Neuen Galerie sollen die Grafiken nun dauerhaft geschützt und für alle Besucher zugänglich sein.
Die 20 Grafiken entstanden zwischen 1975 und 2002 in Deutschland und Neuseeland. Sie zeigen verschiedene Phasen des Künstlers. Zwei der Arbeiten stammen aus dem Jahr 1975, als Katase seine erste Einzelausstellung in Wolfsburg hatte. Ein weiteres Werk, der Druck „Apocalypse Amazonas“ von 1992, entstand speziell für die documenta IX.
Kazuo Katase war eng mit Kassel verbunden. Er kam 1975 nach Deutschland und lebte ab 1976 in Kassel, wo er auch studierte. Bis zu seinem Tod im Jahr 2024 blieb die Stadt sein Lebensmittelpunkt. Viele Kasseler kennen seine Arbeiten im Stadtbild, etwa die Lichtinstallation „Blue Dancer“ über der Fulda oder die Skulptur „Die Schöpfung“ im Diakonissenkrankenhaus. Auch auf dem Dach des Walter Gropius Hauses am Schillertor ist er mit einem Werk präsent.
Für die Stadt ist die Schenkung besonders wertvoll, da sie einen Schwerpunkt auf Künstlern der documenta legt. Katase selbst nahm 1992 an der documenta IX teil und galt als wichtiger Vermittler zwischen der japanischen und der europäischen Kunst.
Quelle: Kassel – zur Originalmeldung