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Kassel ehrt Stadtmuseum-Gründer Karl-Hermann Wegner

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Die Stadt Kassel hat Karl-Hermann Wegner mit dem Wappenring ausgezeichnet. Er hat das Stadtmuseum aufgebaut und die Menschen wieder für ihre Geschichte begeistert.

Oberbürgermeister Sven Schoeller hat Karl-Hermann Wegner in Kassel (Hessen) mit dem Wappenring geehrt. Der Grund für die Auszeichnung ist sein lebenslanges Engagement für die Geschichte der Stadt. Wegner gilt als eine der prägendsten Persönlichkeiten für das kulturelle Gedächtnis Kassels.

Schon früh setzte sich Wegner dafür ein, dass die Menschen in ihrer Stadt nicht vergessen, woher sie kommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war vieles zerstört worden, und beim Wiederaufbau stand die autogerechte Stadt im Vordergrund. Die Geschichte rückte in den Hintergrund. Zuerst leitete Wegner den Zweigverein Kassel des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, um genau diese Lücke zu schließen.

Im Jahr 1979 wurde er dann der erste Leiter des neu beschlossenen Stadtmuseums. Das war eine schwierige Aufgabe, denn er musste die zerstückelte Stadtgeschichte erst einmal ordnen und sammeln. Was anfangs nur als Provisorium im Kulturhaus am Ständeplatz geplant war, entwickelte er mit viel Wissen zu einem Ort, mit dem sich die Kasseler heute identifizieren können.

Wegner schaffte es, Geschichte nicht als trockene Liste von Jahreszahlen zu präsentieren. Er erzählte sie stattdessen wie eine Geschichte von Mensch zu Mensch. Durch Sonderausstellungen und Bücher schlug er die Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Das Museum ist heute ein modernes Ausstellungshaus und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Obwohl Wegner seine Zeit als Direktor bereits im Jahr 2006 beendet hat, ist er immer noch aktiv. Er mischt sich bis heute in Debatten über die Stadtplanung und Kultur ein. Er fordert einen gesunden Patriotismus für Kassel und setzt sich lautstark dafür ein, dass historische Plätze und Gebäude erhalten bleiben.

Oberbürgermeister Schoeller wünschte ihm zum Abschluss weiterhin viel Kraft und die nötige Ruhe, um sein Wissen auch in Zukunft mit der Stadt zu teilen.

Quelle: Kassel – zur Originalmeldung

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