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Karlsruhe: Warnung vor kostenpflichtigen Online-Pflegeanträgen

Copyright und Urheber siehe Karlsruhe

Immer mehr Menschen beantragen Pflegegrade über das Internet. Die Stadt Karlsruhe warnt nun vor privaten Anbietern, die dafür Geld verlangen.

Wenn ein Familienmitglied plötzlich pflegebedürftig wird, steht man oft vor einem Berg an Papierkram. Der erste wichtige Schritt ist der Antrag auf einen Pflegegrad bei der Kranken- oder Pflegekasse. Viele erledigen das mittlerweile bequem online, um Zeit zu sparen.

Die Sozial- und Jugendbehörde in Karlsruhe (Baden-Württemberg) gibt dazu einen wichtigen Rat: Man sollte den Antrag direkt auf der offiziellen Webseite der eigenen Kasse stellen. Wer einfach im Internet danach sucht, landet oft bei privaten Dienstleistern. Diese Firmen bieten Hilfe beim Ausfüllen an, verlangen dafür aber oft Geld oder schließen die Leute in kostenpflichtige Mitgliedschaften ein.

Die Stadt stellt klar, dass man solche privaten Angebote nicht braucht. Weder für den Antrag selbst noch für die allgemeine Beratung muss man bezahlen.

Wer Hilfe braucht, kann sich kostenlos an die Pflegestützpunkte wenden. Die Experten dort unterstützen bei den Anträgen und erklären, wie das Verfahren abläuft. Außerdem bereiten sie die Betroffenen auf den Besuch des Medizinischen Dienstes vor, der die Pflegebedürftigkeit prüft. Eine gute Vorbereitung ist wichtig, damit die Situation zu Hause auch wirklich richtig dargestellt wird.

Die Pflegestützpunkte beraten neutral und unabhängig. Sie schauen gemeinsam mit den Angehörigen, welche Hilfen sinnvoll sind und wie die Pflege am besten organisiert wird. Auch bei der Vermittlung von Unterstützung helfen sie weiter.

In Karlsruhe ist der Pflegestützpunkt unter der Telefonnummer 0721 133-5513 erreichbar. Man kann dort ein persönliches Gespräch im Büro vereinbaren, eine Videokonferenz nutzen oder bei Bedarf einen Hausbesuch anfragen. Weitere Infos gibt es unter www.karlsruhe.de/pflege.

Wer nicht in Karlsruhe wohnt, findet die Kontaktdaten für den eigenen Wohnort auf der Seite bw-pflegestuetzpunkt.de.

Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung

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