Karlsruhe warnt vor Waldbrandgefahr und herabstürzenden Ästen
Wer gerade durch den Wald in Karlsruhe (Baden-Württemberg) spaziert, sieht viele gelbe und braune Blätter. Das sieht zwar aus wie Herbst, ist aber ein Notruf der Natur. Die Bäume leiden extrem unter der Hitze und dem Wassermangel. Um zu überleben, werfen viele Laubbäume ihre Blätter vorzeitig ab, damit sie weniger Wasser verdunsten.
Das Forstamt warnt deshalb vor einer versteckten Gefahr: den sogenannten Grünastabbrüchen. Dabei können selbst Äste, die eigentlich gesund und grün aussehen, plötzlich aus der Krone stürzen. Besonders bei alten Buchen und Eichen ist Vorsicht geboten. Die Stadt rät, nicht unnötig lange unter großen Altbäumen zu stehen und dort keine Pausen zu machen. Wenn es sehr heiß ist, starker Wind weht oder Gewitter ziehen auf, sollte man den Wald ganz meiden.
Die Trockenheit macht auch die Arbeit der Forstwirts schwieriger. Das Forstamt muss mittlerweile sogar frisch gepflanzte Bäume gießen, damit sie die ersten Jahre überstehen. Früher war das im Wald kaum nötig, heute ist es oft die einzige Chance für die jungen Bäume.
Neben den herabstürzenden Ästen ist die Brandgefahr riesig. Ein einziger Funke kann ausreichen, um ein Feuer auszulösen. Die Stadt bittet daher alle Besucher, sich strikt an folgende Regeln zu halten: Grillgeräte und offene Feuer dürfen nur auf den offiziellen Grillplätzen benutzt werden. Zigaretten oder andere glimmende Dinge dürfen auf keinen Fall in den Wald geworfen werden. Auch Autos dürfen nicht auf Gras oder Wiesen parken, da heiße Fahrzeugteile das trockene Gras entzünden können. Zudem soll kein Müll im Wald bleiben.
Wer Rauch oder Feuer entdeckt, soll sofort den Notruf 112 wählen. Das Forstamt beobachtet die Lage weiterhin genau, um den Stadtwald für die Zukunft zu retten.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung