Zum Inhalt springen
newssofort.de

Karlsruhe verlängert Verbot der Straßenprostitution

Copyright und Urheber siehe Karlsruhe

Das stadtweite Verbot soll kriminelle Ringe bekämpfen und Menschen vor Ausbeutung schützen. Nun gilt die Regelung noch länger.

In Karlsruhe (Baden-Württemberg) bleibt die Straßenprostitution im gesamten Stadtgebiet verboten. Eigentlich sollte die Regelung am 21. September 2026 enden. Jetzt hat die Stadt entschieden, das Verbot um weitere sechs Monate zu verlängern. Es gilt nun bis zum 31. März 2027.

Die Stadt begründet diesen Schritt mit kriminellen Strukturen. Es gibt Hinweise darauf, dass Organisationen Menschen ausnutzen, die auf der Straße arbeiten. Die Betroffenen sollen vor Zwang und Ausbeutung geschützt werden. Die Stadt betont dabei, dass sich das Verbot nicht gegen die Menschen selbst richtet, sondern gegen die Hintermänner.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Verbot funktioniert hat. Nachdem die Regelung im März 2025 eingeführt wurde, verlagerte sich die Prostitution in den Raum Bruchsal. Dort kam es dann ebenfalls zu Problemen mit der Sicherheit und Ordnung, weshalb auch dort ein Verbot erlassen wurde.

Parallel dazu will die Stadt eine dauerhafte Lösung. Sie hat beim Regierungspräsidium Karlsruhe beantragt, ein stadtweites Verbot offiziell auszusprechen. Ob der Sperrbezirk dauerhaft auf den ganzen Stadtkreis ausgeweitet wird, soll im Frühjahr 2027 entschieden werden.

Die Stadt möchte den Betroffenen weiterhin helfen und bietet Beratungs- und Schutzangebote an. Gleichzeitig wird das Verbot streng kontrolliert. Das Polizeipräsidium Karlsruhe und der Kommunale Ordnungsdienst überwachen die Lage im Stadtgebiet.

Für Fragen steht das Ordnungs- und Bürgeramt in der Kaiserallee 8 zur Verfügung. Erreichbar ist die Behörde unter der Telefonnummer 0721 133-3369.

Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Karlsruhe

Alle ansehen