Karlsruhe: Seniorin übersieht Rotlicht und kracht in Bahn
Es war Montagmorgen, kurz vor elf Uhr, als es in Karlsruhe (Baden-Württemberg) auf der Wilhelm-Leuschner-Straße krachte. Eine 78-jährige Frau war dort mit ihrem Ford unterwegs. Sie wollte nach rechts in die Gustav-Schulenburg-Straße abbiegen.
Dabei passierte der Fehler: Die Seniorin übersah offenbar die rote Ampel und auch das Andreaskreuz. Sie fuhr einfach über die Straße, obwohl sie eigentlich hätte warten müssen. In diesem Moment kam eine Straßenbahn in dieselbe Richtung gefahren. Die Bahnfahrerin versuchte zwar sofort zu bremsen, aber das reichte nicht mehr aus. Der Ford und die Bahn prallten im Gleisbett zusammen.
Die Fahrerin des Autos zog sich bei dem Aufprall leichte Verletzungen zu. Die Menschen in der Bahn sowie die Bahnfahrerin kamen glücklicherweise ohne Verletzungen davon. An den Fahrzeugen entstand ein großer Schaden, den die Polizei auf etwa 20.000 Euro schätzt.
Nach dem Unfall sperrten die Beamten die Bahnstrecke für etwa eineinhalb Stunden ab. In dieser Zeit mussten die Unfallaufnahme gemacht und die Trümmer sowie das Auto geborgen werden.
Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Ob und inwieweit sich die Fahrerin strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.