Karlsruhe: Mann soll 3D-Waffen im Darknet verkauft haben
Am frühen Dienstagmorgen war in Karlsruhe (Baden-Württemberg) einiges los. Die Kriminalpolizei hatte bereits länger ermittelt und einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung eines 46-jährigen türkischen Staatsangehörigen in Knielingen erwirkt. Weil die Lage gefährlich sein konnte, rückten nicht nur normale Beamte an, sondern auch Spezialeinsatzkräfte aus.
Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten eine ganze Werkstatt für illegale Geschäfte. In der Wohnung standen vier 3D-Drucker. Die Ermittler vermuten, dass der Mann mit diesen Geräten Waffen hergestellt hat. Diese soll er dann über das Darknet, also den versteckten Teil des Internets, verkauft haben. Neben den Druckern nahmen die Beamten technisches Zubehör für den Waffenbau und viele Datenträger mit, auf denen vermutlich wichtige Beweise gespeichert sind.
Doch nicht nur Waffen waren im Spiel. Die Polizei fand in der Wohnung außerdem 588 Gramm Cannabis, das ebenfalls sichergestellt wurde.
Kurz darauf, am Mittwoch, kam die nächste Konsequenz für den Verdächtigen. Er wurde einem Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Haft, und der Richter stimmte zu. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.
Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, um das genaue Ausmaß der illegalen Verkäufe zu klären. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, prüft nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.