Karlsruhe kürzt Geld für Stadtteilhäuser
In Karlsruhe (Baden-Württemberg) gibt es acht Stadtteilhäuser. Diese stehen in Daxlanden, Knielingen, Mühlburg, Oberreut, in der Nordweststadt, der Südstadt, der Südweststadt und der Waldstadt. Die Häuser sollen dafür sorgen, dass die Menschen in den Vierteln besser zusammenhalten.
Seit dem 1. Januar 2024 gelten neue Regeln für die Förderung. Die ehemaligen Bürgerzentren wurden in Stadtteilhäuser umgewandelt. Das Ziel war, die Angebote breiter aufzustellen, damit verschiedene Gruppen von Menschen dort etwas finden. Ende Juli wurde im Gemeinderat ein erster Bericht dazu vorgelegt. Das Ergebnis ist positiv: Die meisten Häuser erfüllen die neuen Anforderungen bereits. Im Jahr 2025 gab es insgesamt rund 3.250 Angebote. Das reicht von Spielenachmittagen und Nähtreffs bis hin zu Hausaufgabenhilfe und Medienberatung für Senioren. Etwa die Hälfte dieser Kurse findet regelmäßig statt, dazu kamen über 770 Einzelveranstaltungen.
Doch die gute Stimmung wird durch Geldnot getrübt. Weil die Stadt ihre Finanzen sichern muss, wurden die Zuschüsse rückwirkend zum 1. Januar 2026 gekürzt. Das Budget sinkt von bisher 227.000 Euro auf nur noch 187.000 Euro. Der Gemeinderat hat dieser Anpassung mehrheitlich zugestimmt. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup betonte jedoch, dass die Stadt die Häuser weiterhin unterstützen will und die Zuschüsse nicht noch weiter sinken sollen.
Im Gemeinderat gab es unterschiedliche Reaktionen. Während SPD-Stadtrat Mathias Tröndle den Umbau als gelungen bezeichnete, kritisierte die FDP die Kürzungen. Stadtrat Thomas Hock nannte die Häuser den „Kitt“, der die Stadtgesellschaft zusammenhält. Auch die CDU sprach sich gegen weitere Kürzungen aus. Für das Jahr 2027 ist bereits eine Überprüfung der Förderregeln geplant, um zu sehen, ob alles so funktioniert wie gewünscht.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung