Karlsruhe baut erste 20 Spielplätze zurück
In Karlsruhe (Baden-Württemberg) wird es in den nächsten fünf Jahren weniger Spielplätze geben. Der Gemeinderat hat beschlossen, insgesamt 80 Spielflächen aufzugeben. Damit soll verhindert werden, dass die Stadt irgendwann Spielplätze komplett absperren muss, weil sie zu kaputt sind und kein Geld mehr für die Reparaturen da ist.
Jetzt steht die erste Runde an: Das Gartenbauamt hat eine Liste mit den ersten 20 Standorten vorgelegt, die weichen müssen. Die Stadt hat sich die Plätze nach bestimmten Regeln ausgesucht. So wurden Spielplätze gewählt, die kaum noch genutzt werden oder bei denen die Reparaturen zu teuer wären. Außerdem wurde geprüft, ob es in der Nähe bereits andere gute Alternativen für die Kinder gibt.
Einige Beispiele zeigen, warum die Stadt so handelt: Auf dem Lindenplatz werden die Drehgeräte kaum noch benutzt. In Grötzingen am Obermühlweg steht nur noch ein einziges Wipptier, während es in der Umgebung größere Anlagen gibt. Auch in Hagsfeld, entlang des Weges Alte Bach, werden die Geräte kaum genutzt, obwohl bald teure Erneuerungen anstünden.
Die Stadt wirft die Geräte nicht einfach weg. Alles, was noch ganz ist, wird auf anderen Spielplätzen wieder eingebaut. Die Flächen, die dann leer bleiben, sollen zu öffentlichen Grünflächen werden. Dort könnten später Projekte wie Urban Gardening oder Blüh-Patenschaften entstehen.
Im Gemeinderat gab es dazu unterschiedliche Meinungen. Die meisten Politiker halten den Schritt für sinnvoll, da Karlsruhe im Vergleich zu anderen Großstädten immer noch eine sehr hohe Dichte an Spielplätzen habe. Einzig die Linke stimmte gegen den Plan.
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup macht deutlich, dass das erst der Anfang ist. Nach den ersten 20 Plätzen folgen noch 60 weitere, was er als schmerzhaft bezeichnet. Ob und welche weiteren Plätze genau wegfallen, wird in den kommenden Jahren entschieden.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung