Kandel: Neuer Navigations-Check für Wanderer
Das Landratsamt Emmendingen (Baden-Württemberg) hat am Mittwoch, den 29. Juli 2026, einen neuen GNSS-Referenzpunkt auf dem Kandel vorgestellt. Es ist der erste dieser Art im gesamten Landkreis. Die Stele steht ganz in der Nähe vom Kandel-Infopoint, man braucht von dort aus nur etwa zwei Minuten zu Fuß.
Die Idee kommt vom Vermessungsamt des Landratsamts. Die Stele hat oben eine flache Platte. Dort kann man zum Beispiel sein Smartphone auflegen. Eine zweite Tafel an der Stele erklärt genau, wie man den Test macht. So sehen Wanderer, Radfahrer oder Geocacher, ob die Koordinaten auf ihrem Display wirklich stimmen oder ob das Gerät daneben liegt.
Landrat Hanno Hurth und die Leiterin des Vermessungsamts, Sandra Bartsch, haben den Punkt offiziell eingeweiht. Der Landrat betonte, dass eine genaue Standortbestimmung im Gelände extrem wichtig ist. Wenn es einen Unfall gibt und Rettungskräfte gerufen werden, kann die richtige Position im Ernstfall lebensrettend sein.
Technisch steckt hinter dem Punkt das sogenannte GNSS. Das ist der Fachbegriff für globale Satellitensysteme. Die meisten Menschen sagen einfach GPS, aber dazu gehören auch europäische (Galileo), russische (GLONASS) oder chinesische (Beidou) Systeme. Damit der Vergleichswert auf dem Kandel wirklich stimmt, wurde die Position mit dem Dienst SAPOS® zentimetergenau festgelegt.
Die Koordinaten der Stele lauten: nördliche Breite 48,06410023° und östliche Länge 8,01568228°. Der Kandel wurde als Standort gewählt, weil dort sehr viele Touristen und Sportler unterwegs sind. Der neue Punkt ergänzt die digitalen Angebote des Landratsamts, wie zum Beispiel das Bürger-GIS.