Kamp-Lintfort sucht Geld für den Klimaschutz
Am Mittwoch, den 2. September 2026, trafen sich im Ratssaal der Stadt Kamp-Lintfort (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) zahlreiche Fachleute. Bürgermeister Christoph Landscheidt begrüßte dort mehr als 20 Gäste aus den Verwaltungen der Nachbarstädte und vom Kreis Wesel. Auch Mitarbeiter der eigenen Stadtverwaltung waren dabei. Der Anlass war eine Informationsveranstaltung, zu der die Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung eingeladen hatte.
Insgesamt sechs Referenten waren angereist, teilweise sogar aus Berlin. Sie kamen von der KfW-Bankengruppe, der NRW Bank, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, der KommunalAgentur NRW, dem ÖkoZentrum Hamm (im Auftrag der dena) und der Metropole Ruhr (RVR). Die Experten erklärten, welche Gelder vom Bund und vom Land für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel zur Verfügung stehen.
Besprochen wurden konkrete Hilfsangebote für Kommunen, die Städtebauförderung und das sogenannte serielle Sanieren. Es wurden auch Beispiele gezeigt, wie solche Projekte in der Praxis funktionieren.
Das Ergebnis des Treffens ist zwiespältig: Klimaschutz kostet viel Geld. Zwar gibt es Fördermittel, die die Kosten senken, aber die Städte müssen trotzdem immer einen eigenen Anteil bezahlen. Das belastet die Haushalte der Kommunen. Deshalb müssen die Städte genau prüfen, welche Maßnahmen wirklich notwendig und machbar sind. Zudem wurde deutlich, dass die Voraussetzungen für die Fördergelder oft kompliziert sind. Die Verwaltungen hoffen nun, dass die Abwicklung durch die EU, den Bund und das Land einfacher gestaltet wird, damit die Städte nicht überfordert werden.