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Kaiserslautern: Betrunkene Fahrer auf Scootern und Rädern gestoppt

Die Polizei in Kaiserslautern hat am Mittwoch mehrere Männer abgefangen, die unter Alkoholeinfluss mit E-Scootern oder Fahrrädern unterwegs waren oder es werden wollten.

Am Mittwoch passierte in Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) gleich mehrfach etwas, das die Polizei aufmerksam machte. Schon am Vormittag, gegen 9.30 Uhr, entdeckte eine Streife in der Fruchthallstraße einen 54-jährigen Mann. Er saß am Fackelbrunnen und trank Bier, während sein Fahrrad direkt neben ihm stand. Die Beamten wollten einen Atemtest machen, doch der Mann lehnte dies ab. Weil die Polizei den Verdacht hatte, dass er betrunken war, durfte er mit dem Rad nicht losfahren. Der Mann zeigte sich jedoch einsichtig und sagte, er würde stattdessen den Bus nach Hause nehmen.

Ähnlich lief es am Nachmittag im Stadtpark ab. Dort saß ein 55-jähriger Mann auf einer Bank und trank ebenfalls ein Bier. Sein Fahrrad stand daneben. Als die Polizisten ihn ansprachen, erklärte er, er genieße gerade sein Feierabendbier und wolle danach mit dem Rad heimfahren. In seinem Rucksack fanden die Beamten mehrere volle und leere Bierflaschen. Die Polizei warnte ihn vor den Folgen einer Trunkenheitsfahrt. Der Mann versprach daraufhin, sein Fahrrad nach Hause zu schieben, da er noch mehr Bier trinken wollte.

Der schwerste Vorfall ereignete sich kurz nach 18 Uhr in der Pirmasenser Straße. Dort stoppten Polizisten einen 59-jährigen Mann auf einem E-Scooter. Den Beamten war bereits während der Fahrt aufgefallen, dass an dem Roller kein Versicherungskennzeichen klebte und er viel zu schnell fuhr. Bei der Kontrolle bemerkten die Polizisten, dass der Fahrer nach Alkohol roch. Ein Test ergab einen Wert von 0,93 Promille. Der Mann durfte nicht weiterfahren und musste zur Wache kommen, damit ihm Blut abgenommen werden konnte.

Auch der Roller kam unter die Lupe. Auf einem Prüfstand stellte die Polizei fest, dass das Gerät eine Geschwindigkeit von 50 km/h erreichte – das ist mehr als das doppelte der erlaubten 20 km/h. Wegen des fehlenden Versicherungsschutzes und des Alkohols drohen dem Mann nun ein Strafverfahren und ein Bußgeldverfahren. Da er nicht in Deutschland wohnt, musste er vor Ort eine Sicherheitsleistung von mehreren hundert Euro hinterlegen.

Ob und inwieweit sich die Männer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizeidirektion Kaiserslautern – zur Originalmeldung

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