Kaarst: Personenzug wegen Flächenbränden gestoppt
Am Mittwochnachmittag gab es in Kaarst (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) gleich mehrere Brände an den Bahnböschungen. Die Feuerwehr war an verschiedenen Stellen gleichzeitig im Einsatz. Auch in Meerbusch und Krefeld brannte es zur selben Zeit entlang der Strecke.
Ein Personenzug mit rund 150 Fahrgästen blieb mitten auf der Strecke stehen. Da der Zug keine Klimaanlage hatte, wurde es in den Waggons schnell sehr heiß. Einige Passagiere bekamen Kreislaufprobleme. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst versorgten die Betroffenen mit Getränken und kümmerten sich um sie.
In Absprache mit der Deutschen Bahn wurden die Menschen dann aus dem Zug geholt. Die Feuerwehr brachte die Fahrgäste mit ihren Fahrzeugen aus dem Gefahrenbereich zu einem Sammelpunkt. Von dort aus fuhren sie mit Bussen der Bahn weiter.
Währenddessen kämpften die Brandbekämpfer mit den Flammen an den Gleisen. An einer Stelle drohte das Feuer auf ein Gebäude überzugreifen. Die Einsatzkräfte konnten den Brand rechtzeitig stoppen, sodass ein Reitstall gerettet wurde. Die Einsatzleitung wurde auf dem Verkehrsübungsplatz eingerichtet, wo auch alle Fahrzeuge bereitstanden. Eine Drohne aus Jüchen half dabei, die weite Strecke abzufliegen und nach weiteren Brandherden zu suchen.
Insgesamt waren in Kaarst etwa 55 Leute von der Feuerwehr und dem Rettungsdienst im Einsatz. Die Feuerwehr warnt, dass das Wetter derzeit gefährlich ist. Durch die Hitze und die Trockenheit brennt das Gras viel schneller. Schon ein kleiner Funke kann ausreichen, um ein Feuer auszulösen.
Wie es zu den Bränden kam, ist noch nicht bekannt. Die zuständigen Behörden untersuchen den Vorfall nun genauer. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.