Jülich: Betrüger mit gefälschten Bankdaten geschnappt
Es war kurz vor sieben Uhr abends am 30. Juli, als dem Filialleiter eines Supermarktes in der Margaretenstraße in Jülich (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) etwas auffiel. Ein Mann kam immer wieder zu ihm an die Kasse. Er kaufte jedes Mal nur Kleinigkeiten für ein paar Euro, ließ sich aber beim Bezahlen einen viel höheren Betrag in bar auszahlen. Bezahlt wurde digital über das Handy.
Der Marktleiter kannte diese Masche bereits. Er vermutete, dass der Mann illegale Bankdaten nutzt, um so an Geld zu kommen. Deshalb rief er sofort die Polizei.
Die Beamten der Wache Jülich wussten schnell, wonach sie suchen mussten. Der Filialleiter hatte das Kennzeichen des Autos notiert, mit dem der Mann geflohen war. Die Polizei fand das Fahrzeug kurz darauf. Im Wagen saßen drei junge Männer im Alter zwischen 17 und 18 Jahren, die alle aus Dortmund kamen.
Nachdem die Polizei die Insassen kontrolliert hatte, verdichteten sich die Hinweise. Die drei Jugendlichen wurden nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft festgenommen und auf die Wache gebracht. Bei der Durchsuchung des Autos fanden die Polizisten mehrere Mobiltelefone und eine niedrige fünfstellige Summe Bargeld. Alles wurde sichergestellt.
Die Polizei hat nun Strafverfahren wegen des Verdachts des bandenmäßigen Betruges eingeleitet. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Diese dauern noch an. Es gilt die Unschuldsvermutung.