Jobcenter-Chefin aus Holzminden geht nach 44 Jahren in Ruhestand
Nach 44 Jahren im Dienst des Landkreises Holzminden (Südniedersachsen) ist es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Die Geschäftsführerin des Holzmindener Jobcenters, Marie-Luise Niegel, geht in den Ruhestand. In einer kleinen Feier im Kreishaus verabschiedeten Landrat Michael Schünemann und Gerhard Durchstecher von der Hamelner Arbeitsagentur die erfahrene Verwaltungsmitarbeiterin.
Niegels Karriere im Landkreis begann bereits 1982. Damals startete sie als Auszubildende zur Fachangestellten. In den folgenden Jahrzehnten wechselte sie oft die Positionen und übernahm immer wichtigere Aufgaben. Zuerst arbeitete sie mehrere Jahre im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Später war sie in Vollzeit als Personalrätin tätig. Über sieben Jahre lang leitete sie das Sozialamt und danach weitere drei Jahre das Dezernat für Jugend und Familie.
Auch in der Chefetage war sie gefragt. Bis 2019 arbeitete sie als persönliche Referentin für die damalige Landrätin Angela Schürzeberg. Von 2019 bis Mitte 2024 begleitete sie als Bereichsleiterin und Dezernentin die Schulentwicklung im Kreis. Zuletzt übernahm sie im Juni 2024 die Leitung des Jobcenters, das gemeinsam vom Landkreis und der Arbeitsagentur betrieben wird.
In ihrer Abschiedsrede betonte Niegel, dass sie Dinge immer zu Ende bringen wollte. Auch im Jobcenter habe sie Änderungen bewirkt, die den Betrieb erfolgreicher machen. Nun übergebe sie die Umsetzung der neuen Gesetze an ihre Nachfolger.
Ruhe wird es für die gebürtige Dohnserin jedoch nicht geben. Sie plant, in ihrer Heimatstadt Bodenwerder in den Stadtrat gewählt zu werden. Zudem wird sie als Museumsführerin im Münchhausen-Museum arbeiten und bleibt weiterhin als ehrenamtliche Richterin am Finanzgericht in Niedersachsen aktiv.