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Jettingen-Scheppach: Neue Infotafel an der Hebsack-Eiche

Ein riesiger Baum im Hebsack ist rund 375 Jahre alt. Jetzt gibt es vor Ort eine neue Tafel, die seine Geschichte erzählt.

Im Hebsack bei Jettingen-Scheppach (Landkreis Günzburg, Bayern) steht eine mächtige Eiche, die schon fast vier Jahrhunderte alt ist. Sie wuchs dort bereits auf, als der Dreißigjährige Krieg endete. Damals gehörte die Gegend noch zu Vorderösterreich.

Der Baum stand direkt an einem wichtigen Weg: dem niederländischen Postkurs von Brüssel nach Trient. Das war eine der ersten dauerhaften Postrouten in Europa. In Scheppach gab es damals eine Poststation, wo die Kutschen und die Reisenden Pause machten.

Die Eiche hat in ihrer Zeit viel erlebt. Erst als sie etwa 150 Jahre alt war, wurde das Gebiet bayerisch, nachdem Napoleon die Habsburger besiegt hatte. Später, mit rund 200 Jahren, sah der Baum den Bau der Bahnstrecke zwischen Augsburg und Ulm. Im Jahr 1882 wurde die Waldgemeinschaft Scheppach gegründet. Die Eiche überstand zwei Weltkriege und die Industrialisierung. Mit 300 Jahren war sie dabei, als die Bundesrepublik Deutschland entstand, und 1974 wurde der Naturpark Augsburg – Westliche Wälder gegründet.

Wer den Baum oberhalb der Wallfahrtskirche Allerheiligen besucht, findet dort nun eine neue Infotafel. Die Tafel erklärt nicht nur das Alter der Eiche, sondern auch, warum sie ökologisch wichtig ist und wie sie mit dem alten Postweg und der Geschichte des Ortes zusammenhängt.

Eichen können insgesamt bis zu 1.000 Jahre alt werden. Wenn die Menschen sich auch in Zukunft um den Baum kümmern, kann die Hebsack-Eiche noch viele weitere Jahrhunderte als stiller Zeuge der Zeit bestehen bleiben.

Quelle: Jettingen-Scheppach – zur Originalmeldung

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