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Jagd auf Opel Corsa: Drei Männer in Dorsten geschnappt

Ein gestohlener Wagen raste über die Autobahn und durch die Stadt. Die Polizei konnte drei Insassen mit Hilfe eines Hubschraubers festnehmen.

Am späten Donnerstagabend gegen 23:51 Uhr wollten Polizisten auf der A 31 bei Lembeck einen Opel Corsa anhalten. Der Fahrer tat erst so, als würde er folgen. Doch kurz nach der Anschlussstelle Lembeck gab er plötzlich Gas und raste in Richtung Bottrop weiter. Um nicht entdeckt zu werden, schaltete der Fahrer das Licht aus und überholte den normalen Verkehr auf dem Seitenstreifen.

An der Anschlussstelle Schermbeck bog der Wagen ab und fuhr in das Stadtgebiet. Die Verfolgung wurde extrem: Mit bis zu 100 km/h jagten die Beamten den Wagen, während der Fahrer mehrfach rote Ampeln ignorierte. In Dorsten (Nordrhein-Westfalen) bog der Opel in den Kirchweg ab. Am Deutener Weg steuerte der Fahrer den Wagen schließlich auf einen abgeernteten Acker und hielt dort an.

Alle vier Insassen sprangen aus dem Auto und rannten in Richtung eines Waldes. Die Polizei rief einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera auf den Plan. So konnten drei Männer gestellt werden: Ein 19-Jähriger und ein 20-Jähriger aus Reken sowie ein 22-Jähriger aus Essen. Die vierte Person konnte die Beamten nicht finden. Die drei Festgenommenen sagten aus, dass die vierte Person am Steuer gesessen habe.

Zudem gaben die Männer zu, Cannabis geraucht zu haben. Die Drogenvortests waren positiv. Da die Polizei aber nicht genau sagen konnte, wer von ihnen gefahren ist, nahm ein Arzt allen dreien Blut ab. Bei der Durchsuchung des Opels kam heraus, dass die Kennzeichen gestohlen waren und der Wagen gar nicht zugelassen war. Die Polizei hat das Auto sichergestellt.

Den drei Männern droht nun ein Strafverfahren. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei sucht nun den vierten Tatverdächtigen sowie weitere Zeugen. Wer Hinweise hat, soll sich unter der Nummer (0251) 275-0 melden. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Münster – zur Originalmeldung

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