Ismaning feiert Tradition der Kräuterbuschen zu Maria Himmelfahrt
In Ismaning (Landkreis München, Oberbayern) wird am 15. August der Feiertag Maria Himmelfahrt begangen. Damit verbunden ist eine lange Tradition, bei der Kräuterbuschen gebunden und gesegnet werden.
Ein solcher Buschen ist nicht einfach nur ein Strauß. Er muss aus mindestens sieben verschiedenen Wild- und Heilkräutern sowie Blumen bestehen. Diese Auswahl steht symbolisch für die Heilkraft der Natur und die Schöpfung Gottes. Typische Pflanzen, die dafür verwendet werden, sind zum Beispiel Kamille, Minze, Johanniskraut, Beifuß, Schafgarbe oder die Königskerze.
Der Ablauf ist dabei immer gleich: Die Gläubigen bringen ihre gebundenen Kräuter mit in den Gottesdienst. Dort werden die Buschen gesegnet. Danach nehmen die Menschen die Kräuter mit nach Hause. Dort bewahren sie diese auf, da sie als Zeichen für Schutz und Segen gelten.
Neben dem religiösen Aspekt geht es bei dem Brauch vor allem darum, die Natur wertzuschätzen und achtsam mit der Umwelt umzugehen.
Quelle: Ismaning – zur Originalmeldung