Isernhagen: Kinder und Jugendliche dürfen wählen
In Isernhagen (Region Hannover, Niedersachsen) und 15 weiteren Kommunen der Region startet am 24. August ein besonderes Projekt. Kinder und Jugendliche, die noch keine 16 Jahre alt sind, dürfen an einer eigenen Wahl teilnehmen. Es gibt dabei keine feste Altersgrenze nach unten. Wichtig ist nur, dass die jungen Wähler in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden und den Stimmzettel selbstständig auszufüllen.
Die Aktion läuft bis zum 4. September. Die Jugendlichen können in registrierten Wahllokalen ihre Stimme abgeben. Viele dieser Lokale befinden sich dort, wo junge Leute sowieso gerne hingehen, zum Beispiel in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder in Schulen. Wer nicht direkt ins Wahllokal gehen möchte, kann die Briefwahlstelle in der Bothfelder Straße 29 nutzen. Diese befindet sich im ersten Stock im mittleren Ratssaal und hat verschiedene Öffnungszeiten unter der Woche.
Es ist wichtig zu wissen: Diese U16-Wahl ist keine offizielle Wahl. Die Stimmen zählen nicht für das echte Ergebnis der Kommunalwahl am 13. September. Trotzdem ist das Ganze kein bloßes Spiel. Die Politik möchte sehen, welche Themen die Jugend bewegen und welche Parteien sie ansprechen. Die Ergebnisse werden am 1. Oktober veröffentlicht und später mit den Jugendlichen gemeinsam diskutiert.
Neben dem eigentlichen Wählen gibt es noch weitere Angebote. Die Region Hannover stellt einen Methodenkoffer zur Demokratiebildung bereit. Jugendliche können sogar in Wahlausschüssen mithelfen, um zu sehen, wie eine Wahl hinter den Kulissen funktioniert. Ziel ist es, dass Demokratie für die Jungen greifbar wird, bevor sie offiziell wahlberechtigt sind.
Weitere Informationen und eine Liste der Wahllokale finden Interessierte unter www.team-jugendarbeit.de.
Quelle: Isernhagen – zur Originalmeldung