Iserlohn lädt zur Führung durch das Nadelmuseum ein
Am Donnerstag, den 3. September, findet im Nadelmuseum in Iserlohn (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) eine öffentliche Führung statt. Los geht es um 14 Uhr in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf in der Baarstraße 220-226.
Die Besucher erfahren bei dem Rundgang, dass die Geschichte der Öhrnadel viel älter ist als die Industrie in Iserlohn selbst. In der Ausstellung kann man unter anderem Knochennadeln aus der Römerzeit, Schmucknadeln aus der Spätantike und Nadeln aus Messing aus dem frühen Mittelalter sehen. Erst im 18. Jahrhundert startete dann der große Aufstieg der lokalen Nadelindustrie.
Die Führung zeigt auch, wie hart die Arbeit früher war. Bevor es Maschinen gab, steckten hunderte Arbeitsschritte in einer einzigen Nadel. Später, im 19. Jahrhundert, kamen Dampfmaschinen zum Einsatz und die Produktion wurde schneller. Damals arbeitete fast die Hälfte der Menschen in Iserlohn in der Nadelherstellung, darunter auch viele Frauen und Kinder. Das prägte das gesamte soziale Leben in der Stadt.
An modernen Medienstationen werden die Geschichten von Fabrikbesitzern und Arbeitern lebendig. Es geht dabei um Erfindergeist, aber auch um das soziale Elend und die Kinderarbeit von früher. Die Führung dauert insgesamt etwa eine Stunde.
Die Teilnahme kostet vier Euro. Kinder unter 12 Jahren dürfen kostenlos mitmachen. Wer dabei sein möchte, sollte sich vorher anmelden. Das geht per Telefon unter 02371 217-1961 oder -1963 oder per E-Mail an museum(at)iserlohn.de. Weitere Infos gibt es auf der Webseite www.museen-iserlohn.de.
Ein wichtiger Hinweis für Besucher: Das Museum ist nicht überall rollstuhlgerecht. Die einzelnen Räume liegen auf verschiedenen Ebenen und sind durch Treppen oder Stufen getrennt.
Quelle: Iserlohn – zur Originalmeldung