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Internet-Betrüger locken Anleger in die Falle

In Niederbayern haben mehrere Menschen hohe Summen bei vermeintlichen Online-Investments verloren. Die Polizei warnt vor einer Masche mit Fake-Plattformen.

In verschiedenen Landkreisen Niederbayerns sind Menschen auf falsche Versprechen im Internet hereingefallen. Allein in diesem Monat wurden über zwölf Fälle von Anlagebetrug gemeldet. Die Betrüger locken mit schnellem Geld und hohen Gewinnen, doch am Ende bleibt nur der Verlust.

Einem 64-jährigen Mann aus dem Landkreis Deggendorf (Bayern) erging es besonders schlecht. Er investierte Anfang Juni 2026 über 100.000 Euro auf einer Online-Plattform. Er hoffte auf Gewinne, doch weder sein Geld noch die versprochenen Zinsen bekam er jemals zurück.

Ähnlich lief es bei einem 54-Jährigen aus dem Landkreis Landshut (Bayern). Er sah auf Instagram eine Werbung für eine lukrative Geldanlage in der Schweiz. Er überwies knapp 8.000 Euro an den angeblichen Broker. Kurz darauf brach der Kontakt zu dem Mann einfach ab.

Eine 76-jährige Frau aus dem Landkreis Freyung-Grafenau (Bayern) verlor zwischen Dezember 2025 und Mitte Juli 2026 sogar mehr als 100.000 Euro. Sie wurde durch Internetwerbung auf ein Aktieninvestment aufmerksam. Zuerst zahlte sie nur etwa 250 Euro ein. Die Betrüger machten ihr dann glaubhaft, dass sie ihr Geld mit Aktien vermehren könnten, woraufhin sie immer mehr investierte.

Die Polizei erklärt, dass die Betrüger oft nach einem Muster vorgehen. Zuerst investieren die Opfer kleine Beträge. Dann meldet sich ein angeblicher Finanzberater, der Vertrauen aufbaut. Manchmal zahlen die Täter am Anfang sogar kleine Gewinne aus, damit die Opfer glauben, das Geschäft sei seriös. So werden sie dazu gebracht, viel höhere Summen zu überweisen.

In Wahrheit gibt es keine echten Aktien oder Kryptowährungen hinter diesen Plattformen. Es funktioniert wie bei Fake-Shops: Es wird etwas angeboten, das gar nicht existiert. Das Geld landet meist auf Auslandskonten und ist kaum wiederzuholen, da die Firmen oft nur Briefkastenadressen in fernen Ländern haben.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Bayerische Polizei – zur Originalmeldung

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