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Innenministerin Behrens besucht Akut-Einsatzfahrzeug in Cloppenburg

Copyright und Urheber siehe Landkreis Cloppenburg

Die niedersächsische Ministerin Daniela Behrens hat sich ein spezielles Rettungsfahrzeug im Landkreis Cloppenburg angesehen, das die Notaufnahmen entlasten soll.

Im Rahmen ihrer Sommerreise besuchte die Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, das sogenannte Akut-Einsatzfahrzeug (AEF) im Landkreis Cloppenburg (westliches Niedersachsen). Begleitet wurde sie dabei von dem stellvertretenden Landrat Bernhard Möller, dem Ersten Kreisrat Ansgar Meyer sowie den Landtagsabgeordneten Lukas Reinken und Stephan Christ.

Bei dem AEF handelt es sich um ein Rettungsfahrzeug, in dem ein Gemeindenotfallsanitäter oder eine Gemeindenotfallsanitäterin sitzt. Das Auto kommt immer dann zum Einsatz, wenn Hilfe benötigt wird, aber schon feststeht, dass der Patient vor Ort behandelt werden kann. Eine Fahrt ins Krankenhaus ist in diesen Fällen nicht nötig. Typische Beispiele sind leichte Unfälle in Kitas oder Schulen, kleine Betriebsunfälle oder eine Unterzuckerung.

Das Projekt startete am 1. Januar 2025. Der Landkreis Cloppenburg arbeitet dabei mit der Stadt Oldenburg sowie den Landkreisen Vechta und Goslar zusammen. Die Zahlen zeigen, dass das Konzept funktioniert: Im Jahr 2025 wurden insgesamt 7.853 Einsätze registriert, die sonst die normale Notfallrettung belastet hätten. Alleine im Landkreis Cloppenburg waren es 2.627 Fälle, was im Schnitt etwa 200 Einsätzen pro Monat entspricht.

Erster Kreisrat Ansgar Meyer betonte, dass solche Angebote gerade in großen Landkreisen wichtig sind. Dort ist ein Rettungswagen oft lange für Fahrten ins Krankenhaus gebunden und fehlt dann bei lebensbedrohlichen Notfällen. Ziel ist es, die Patienten besser zu steuern und die Ressourcen zu schonen.

Aktuell ist das Projekt noch eine Erprobung. Eine dauerhafte Aufnahme in das Niedersächsische Rettungsdienstgesetz ist momentan noch nicht möglich, weil der Rettungsdienst auf Bundesebene rechtlich vor allem als Transportleistung gilt. Das Innenministerium arbeitet jedoch bereits an einer gesetzlichen Formulierung, um das AEF fest zu verankern, sobald die Änderungen auf Bundesebene erfolgt sind.

Quelle: Landkreis Cloppenburg – zur Originalmeldung

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