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Industriekultur als Touristenmagnet im Märkischen Kreis

Copyright und Urheber siehe Märkischer Kreis

Experten und Tourismusleute haben sich in Iserlohn ausgetauscht: Die alte Industrie-Geschichte der Region soll künftig noch stärker für Besucher attraktiv gemacht werden.

In der historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf in Iserlohn (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) kamen vor Kurzem über 30 Fachleute zusammen. Bei der Regionalkonferenz „Kultur und Tourismus“ ging es darum, wie man die Industriekultur im Märkischen Sauerland besser nutzen kann. Vertreter von Tourist-Informationen, Museen und dem Stadtmarketing sowie Mitglieder des Vereins WasserEisenLand diskutierten über das Thema „Industriekultur vom Feinsten“.

Die Region ist tief von ihrer Geschichte geprägt. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper erklärte, dass die Eisenverhüttung hier schon vor tausenden von Jahren mit Rennöfen begann. Diese Tradition wirkt bis heute nach: Der Kreis ist immer noch ein Zentrum für Metallverarbeitung und liefert wichtige Einzelteile für Autos und Flugzeuge. Diese Mischung aus Tradition und moderner Technik soll als besonderes Merkmal für Touristen hervorgehoben werden.

Dr. Oliver Schmidt vom Sauerland-Museum Arnsberg und dem Verein WasserEisenLand betonte in seinem Vortrag, dass die technischen Denkmäler und Museen die Geschichte der Region lebendig machen. Die Teilnehmer der Konferenz arbeiteten kreativ mit Zeichnungen und Modellen, um zu definieren, was Industriekultur eigentlich ausmacht. Dabei kam heraus, dass es nicht nur um alte Maschinen geht, sondern auch um Emotionen, persönliche Geschichten und die Verbindung zur Natur.

Praktische Beispiele gab es direkt vor Ort. Die Leiterin der Städtischen Museen Iserlohn, Dr. Sandra Hertel, führte die Gruppe durch das neue Nadelmuseum. Zudem wurde gezeigt, wie Technik hilft: Mit der App „RoadStory“ gibt es digitale Audioguides. Die App nutzt GPS und spielt passende Geschichten ab, wenn man an einem bestimmten Punkt der „Route Industriekultur“ steht. In Lüdenscheid funktioniert das bereits, und ein Drahthandelsweg ist momentan in Arbeit.

Das Ziel der Beteiligten ist es, die Industriekultur als eine Art „DNA“ der Region zu begreifen, die Wirtschaft, Bildung und Tourismus verbindet. Der Austausch soll nicht einmalig bleiben. Bereits für dieses Jahr ist eine weitere Veranstaltung geplant, um die Zusammenarbeit in der Region zu vertiefen.

Quelle: Märkischer Kreis – zur Originalmeldung

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