Immenstadt im Allgäu setzt auf Waldbrandprävention
In Immenstadt im Allgäu (Landkreis Oberallgäu, Bayern) setzt man auf eine gute Vorbereitung, um Waldbrände zu verhindern. Da sich Feuer im Wald extrem schnell ausbreiten können, die Bekämpfung aber sehr aufwendig ist, spielt das richtige Verhalten eine große Rolle.
Ein wichtiger Punkt ist dabei die Art des Waldes. Mischwälder, die schattig und kühl sind, können Feuchtigkeit besser speichern. Das macht sie widerstandsfähiger gegen Trockenheit. Bernhard Schmieder vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten erklärt, dass liegendes Totholz nicht automatisch gefährlicher ist, da es oft feuchtes Moos trägt. Viel kritischer sind hingegen vertrocknetes Gras oder leicht entzündliches Reisig von Nadelbäumen.
Um Brände früh zu erkennen, helfen Kontrollflüge. Wenn Rauch entdeckt wird, müssen die Retter schnell reagieren. Hier ist die Zusammenarbeit wichtig: Die Revierleiter kennen ihr Gelände und die Zufahrten genau, was besonders in schwer zugänglichen Bereichen den Unterschied machen kann.
Wie gefährlich die Lage bei trockener Witterung sein kann, zeigte ein Beispiel aus dem März 2022. Damals brannte es in Pinswang in Österreich, nahe dem Walderlebniszentrum Ziegelwies. Rund 35 Hektar Wald brannten ab. Feuerwehren aus Deutschland und Österreich sowie Hubschrauber waren im Einsatz. Vermutlich hatte eine achtlos weggeworfene Zigarette das Feuer ausgelöst.
Die Stadt erinnert daran, dass jeder mithelfen kann. Wer Rauch oder Feuer sieht, soll sofort die Feuerwehr unter der Nummer 112 anrufen und den Ort so genau wie möglich beschreiben.