Illegaler Sprint auf dem Rügenzubringer
Es war Dienstagabend, kurz vor Mitternacht. Auf der Bundesstraße 96 bei Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern), dem sogenannten Rügenzubringer, kam es zu einer gefährlichen Aktion. Eine Autofahrerin beobachtete gegen 23:45 Uhr zwei Fahrzeuge, die sich auffällig verhielten.
Zuerst bremsten die beiden Fahrer deutlich ab. Dann fuhren sie eine ganze Weile nebeneinander her und hielten die Geschwindigkeit gleich. Plötzlich gaben beide gleichzeitig Vollgas und starteten ein Beschleunigungsrennen. Die Zeugin bemerkte, dass die Wagen dabei massiv zu schnell waren, und informierte sofort die Polizei.
Die Beamten des Hauptrevieres Bergen konnten die beiden Fahrzeuge und die Fahrer noch rechtzeitig ausfindig machen. Bei den Fahrern handelte es sich um zwei 18 Jahre alte Deutsche. Nach den ersten Informationen sollen die Autos während des Rennens sogar Sperrlinien und Fahrbahnbegrenzungen überfahren haben.
Die Polizei warnte nach dem Einsatz eindringlich vor solchen Rennen. Auf einer viel befahrenen Bundesstraße könne eine kleine Unachtsamkeit innerhalb von Sekunden zu einem schweren Unfall führen. Für die beiden Fahranfänger hat der Spaß nun Konsequenzen: Die Polizei hat ihre Führerscheine bereits eingezogen.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Die Ermittlungen dauern an, um den genauen Hergang zu klären. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg – zur Originalmeldung