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Idstein stellt Rathaus und Stadt digital um

Copyright und Urheber siehe Idstein

Weniger Wege ins Rathaus und modernere Abläufe: Die Stadt Idstein baut ihre digitalen Angebote massiv aus.

In Idstein (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen) soll der Gang zum Amt immer seltener nötig werden. Die Stadt hat bereits viele Dienste ins Netz gestellt. Auf der Homepage gibt es mittlerweile knapp 50 digitale Anträge und fast 50 Formulare, die man direkt online ausfüllen kann.

Die Bürger können so zum Beispiel Termine im Bürgerbüro online buchen, ihren Wohnsitz digital anmelden oder Mängel in der Stadt melden. Auch die Meldebescheinigung und Anträge für den Klimaschutz funktionieren bereits elektronisch. Wer möchte, kann die Gebühren direkt online bezahlen. Bürgermeister Christian Herfurth betont, dass die Menschen ihre Anliegen unabhängig von den Öffnungszeiten erledigen sollen. Wer trotzdem ein persönliches Gespräch braucht, kann das weiterhin tun.

Auch außerhalb des Rathauses wird digitaler gearbeitet. Es gibt eine App für die Kita-Verwaltung, digitale Angebote in der Stadtbücherei und eine Stadtführung per QR-Code. Im Stadtbild finden sich bereits digitale Parksysteme wie Parkster und EasyPark sowie eine Kennzeichenerkennung. In Zukunft sollen zudem Funkwasserzähler und digitale Monitore in der Tourist-Information und im Rathaus kommen.

Im Inneren der Verwaltung steht nun ein großer Schritt an: die digitale Akte. Im ersten Halbjahr 2026 wurde ein neues System für das Dokumentenmanagement ausgewählt. In den Jahren 2026 und 2027 wird die Software nun konfiguriert und getestet. Zuerst starten das Hauptamt und die Stadtwerke. Ziel ist es, dass ein Antrag komplett digital bearbeitet wird, ohne dass zwischendurch Papier genutzt werden muss. Das neue System soll auch Funktionen mit Künstlicher Intelligenz bieten.

Um mit der KI sicher umzugehen, hat die Stadt eine eigene Dienstanweisung geschrieben und die Mitarbeiter geschult. Eine interne Arbeitsgruppe hat zudem eine Strategie entwickelt, um die Technik und die Arbeitskultur in der Verwaltung besser aufeinander abzustimmen. Laut Bürgermeister Herfurth kosten diese Investitionen erst einmal Geld, sollen die Stadt aber langfristig effizienter machen und helfen, den Fachkräftemangel abzufedern.

Quelle: Idstein – zur Originalmeldung

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