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ICE-Tür im Schönrain-Tunnel geöffnet: Großeinsatz bei Wiesenfeld

Ein ICE auf dem Weg von München nach Dortmund musste am Dienstagabend abrupt bremsen. Eine Tür im hinteren Teil des Zuges wurde geöffnet, was einen riesigen Suchbetrieb auslöste.

Am Dienstagabend, den 1. September, kam es am Eingangsportal des Schönrain-Tunnels hinter Wiesenfeld (Bayern) zu einem Großeinsatz. Gegen 19:32 Uhr öffnete sich plötzlich eine Tür im hinteren Teil des ICE 528. Die ersten Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass jemand die Notentriegelung der Tür betätigt hatte.

Weil die Tür während der Fahrt aufging, leitete der Fahrer eine Gefahrenbremsung ein. Dabei wurde niemand verletzt. Die Beamten und Retter suchten daraufhin die Strecke und den Tunnel ab, fanden jedoch niemanden. Die rund 230 Passagiere mussten während der Suche im Zug bleiben, wurden aber von Rettungsdiensten betreut.

Nachdem die Suche beendet war, fuhr der Zug weiter nach Lohr am Main. Dort begann die nächste Phase des Einsatzes. Die Bundespolizei aus Würzburg und die Bayerische Landespolizei kontrollierten 120 Reisende, die sich im hinteren Teil des Zuges befunden hatten. Diese erkennungsdienstlichen Maßnahmen dauerten bis etwa 02:30 Uhr an. Die Deutsche Bahn organisierte in der Zwischenzeit einen Schienenersatzverkehr, um die Fahrgäste nach Aschaffenburg und Frankfurt am Main zu bringen.

Der Vorfall sorgte für ein riesiges Chaos auf den Schienen. Die Strecke blieb bis 02:40 Uhr gesperrt. Insgesamt waren 125 Züge betroffen, was zu einer Gesamtverspätung von 5826 Minuten führte. Züge fielen jedoch nicht aus. Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, der Rettungsdienste und der Bahn im Einsatz.

Die Bundespolizeiinspektion Würzburg ermittelt nun, warum die Notentriegelung betätigt wurde. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung

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