Hürth: Mann greift Imbissmitarbeiter an und wird mit Elektrogerät überwältigt
Am Samstagmittag passierte es in Hürth-Efferen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen). Gegen 13.30 Uhr betrat ein 35-jähriger Mann eine Gaststätte an der Max-Planck-Straße und der Otto-Hahn-Straße. Er wollte dem dort arbeitenden 26-Jährigen eine Uhr verkaufen. Als der Mitarbeiter das Angebot ablehnte, wurde der Fremde plötzlich aggressiv und griff ihn an.
Der junge Mitarbeiter versuchte zu entkommen und rannte in eine Spielhalle in der Nähe. Doch der Angreifer ließ nicht locker und verfolgte ihn. Zeugen berichten, dass der 35-Jährige das Opfer in der Spielhalle zu Boden warf und ihn so lange würgte, bis dieser das Bewusstsein verlor. Der Mitarbeiter wurde dabei leicht verletzt.
Als die Polizei eintraf, war der Mann immer noch außer sich. Er beschimpfte die Beamten und warf mindestens einen Gegenstand nach ihnen. Um einen weiteren Angriff zu verhindern, setzten die Polizisten ein Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) ein. Erst nachdem der Stromschlag gewirkt hatte, konnten sie den Mann fixieren und festnehmen.
Die Retter brachten den Verdächtigen zunächst in ein Krankenhaus. Wegen seines psychischen Zustands wurde er danach in eine Landesklinik eingewiesen. Bei dem Einsatz verletzten sich eine Polizistin und ein Polizist leicht.
Am Tatort fand die Polizei eine Tasche, die der Mann zurückgelassen hatte. Darin befanden sich Uhren, Handys, Autoschlüsseln und Gold. Die Kriminalpolizei hat die Sachen sichergestellt. Jetzt wird geprüft, ob es sich dabei um gestohlene Waren handelt.
Die Ermittler des Kriminalkommissariats 23 untersuchen nun den Verdacht der Körperverletzung, den tätlichen Angriff auf Beamte sowie den Widerstand gegen die Polizei. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.