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Hürth führt digitalen Naturpark-Ranger ein

v.l. Frank Scheer (Geschäftsführer Naturpark Rheinland), Laura Vuljan (AI Village), Landrat Frank Rock, Britta Meyer (Naturpark Rheinland), Alex Dickmann (Projektleiter AI Village) Copyright und Urheber siehe Hürth

Ein neuer KI-Chatbot soll Besuchern an den Seen im Naturpark Rheinland helfen, die Regeln für den Naturschutz besser zu verstehen.

In Hürth-Kalscheuren (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wurde am 30. Juli 2026 ein digitaler Naturpark-Ranger vorgestellt. Das Projekt wurde in den Räumen des AI Village präsentiert. Dabei waren unter anderem Landrat Frank Rock und Geschäftsführer Frank Scheer vom Naturpark Rheinland anwesend.

Der digitale Ranger ist ein Chatbot, der mit Künstlicher Intelligenz arbeitet. Er soll Menschen informieren, wie sie sich in sensiblen Naturräumen richtig verhalten. Das Ganze ist eine Reaktion auf Probleme, die vor allem an heißen Tagen auftreten. Wenn viele Leute an die Seen kommen, gibt es oft Streit zwischen dem Naturschutz und den Urlaubern. Viele wissen schlicht nicht, was erlaubt ist und was nicht.

Besonders im Fokus stehen der Otto-Maigler-See, der Bleibtreusee und der Heider Bergsee. Diese drei Seen gehören zur Ville-Seen-Platte und sind durch den früheren Braunkohleabbau entstanden. Hier gibt es klare Regeln: Baden und Wassersport sind nur in bestimmten Bereichen oder über Vereine erlaubt. Grillen und offenes Feuer sind wegen der Waldbrandgefahr an allen drei Seen komplett verboten.

Wer wissen will, wo er schwimmen darf oder ob er sein eigenes Stand-Up-Paddle-Board mitbringen kann, stellt dem digitalen Ranger einfach eine Frage. Die Anwendung ist über QR-Codes direkt vor Ort oder über die Webseite des Naturparks erreichbar.

Damit die KI keinen Quatsch aus dem Internet erzählt, basiert sie auf einer speziellen Datenbank. Diese wurde vom Naturpark Rheinland zusammengestellt und von Studierenden des „IT Career Hub“ der Technischen Universität Berlin programmiert. Die Forschungsgruppe „Technik und Beteiligung“ der TU Berlin und das AI Village in Hürth haben das Projekt fachlich begleitet.

Aktuell ist der digitale Ranger noch ein Prototyp und befindet sich in der Testphase. Diese läuft noch bis in den Herbst. Die Besucher sind aufgerufen, das System auszuprobieren und Rückmeldungen zu geben, damit der Chatbot weiter verbessert werden kann.

Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Hürth – zur Originalmeldung

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