Hohenwestedt: Polizei jagt Unfallflucht ins Leere
Am Morgen des 3. September gegen 8:25 Uhr ging im Polizeirevier Mittelholstein ein Anruf ein. Eine aufmerksame Zeugin hatte beobachtet, wie es in Hohenwestedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Autos gekommen war. Laut ihrer Aussage war die Fahrerin eines Wagens danach einfach weggefahren. Die Frau war sehr genau: Sie nannte den Beamten die Kennzeichen beider Autos und beschrieb die flüchtige Fahrerin.
Der Revierleiter nahm die Sache selbst in die Hand. Er fuhr direkt zu dem Haus, dem das beschädigte Auto laut Halterdaten gehörte. Er klingelte, um den Vorfall zu klären. Doch als die Tür aufging, stand dort nicht das Opfer, sondern die Frau, die laut Zeugin vom Unfallort geflohen war. Sie lachte den überraschten Polizisten an und erklärte ihm sofort, dass es gar keine Unfallflucht gegeben habe.
Wie sich dann herausstellte, sind die beiden Autobesitzer befreundet. Die beiden hatten nach dem Vorfall bereits gemeinsam nachgesehen. Bei dem Manöver war an keinem der beiden Wagen auch nur ein kleiner Kratzer entstanden. Es gab also keinen Schaden, den man hätte melden müssen.
Die Polizei hat den Fall damit abgeschlossen. Da kein Schaden entstand und keine Straftat vorlag, gibt es keine weiteren Maßnahmen. Die Ermittlungen sind beendet.