Hohenbrunn: Boden-Ultraschall mit schweren LKWs startet
In Hohenbrunn (Landkreis München, Bayern) starten neue Untersuchungen im Boden. Die Gemeinde lässt eine sogenannte 3D-Seismik durchführen. Das Ganze funktioniert ähnlich wie ein Ultraschall beim Arzt, nur dass hier der Erdboden untersucht wird.
Für die Messungen kommen spezielle LKW zum Einsatz, die sogenannten Seismiktrucks. Diese Fahrzeuge bringen Vibrationen in den Boden. Die Schallwellen prallen an den verschiedenen Gesteinsschichten ab und werden von Empfängern, den Geophonen, aufgezeichnet. So entsteht am Ende ein genaues Bild davon, wie der Untergrund in der Region zusammengesetzt ist.
Das Projekt ist Teil einer riesigen Untersuchung im Großraum München, die insgesamt etwa 1.100 Quadratkilometer umfasst. In Hohenbrunn werden nun die letzten Lücken in den Daten geschlossen. Die Geophone werden ab sofort im Gebiet verteilt. Die Messungen mit den LKWs laufen dann bis November 2026.
Die Anwohner werden vorab durch Flyer informiert, wenn die Messungen in ihrer Nähe stattfinden. Die Projektträger weisen darauf hin, dass die schweren Trucks Spuren im Boden oder leichte Verdichtungen hinterlassen können. In seltenen Fällen könnten auch die Vibrationen spürbar sein.
Wer Schäden oder Veränderungen an seinem Grundstück bemerkt, soll sich direkt an die Verantwortlichen wenden. Kontaktmöglichkeiten sind die E-Mail-Adressen [email protected] oder [email protected]. Weitere Details zum Projekt gibt es auf der Webseite giga-m.de.
Quelle: Hohenbrunn – zur Originalmeldung