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Hofheim: Neue Funde an 6000 Jahre altem Grab

Copyright und Urheber siehe Hofheim am Taunus

Archäologen haben auf dem Kapellenberg Hinweise auf ein zentrales Grab gefunden. Die Anlage könnte eine Verbindung zu Frankreich belegen.

Auf dem Kapellenberg in Hofheim am Taunus (Main-Taunus-Kreis, Hessen) graben Forscher seit dem 27. Juli nach den Geheimnissen der Steinzeit. Bis zum 7. August 2026 suchen die Experten des Leibniz-Zentrums für Archäologie (LEIZA) und ihrer Partner nach weiteren Spuren eines riesigen Grabhügels, der etwa 4100 vor Christus gebaut wurde.

Dieses Mal konzentriert sich das Team auf die Spitze des Hügels. Dort haben sie Überreste einer Vertiefung entdeckt, die mit Steinen ausgekleidet ist. Es handelt sich vermutlich um das Hauptgrab der Anlage. Die Bauweise erinnert an Grabmonumente aus dem Norden Frankreichs. Das passt zu der Theorie der Forscher, dass die ersten Menschen auf dem Kapellenberg aus dem Gebiet des Pariser Beckens eingewandert waren.

Schon in den Jahren 2023 und 2025 hatten die Archäologen einen langen Schnitt vom Fuß des Hügels bis zur Grabkammer freigelegt. Damit konnten sie verstehen, wie das Monument damals aussah und wie es im Laufe der Zeit zerfiel. Jetzt gibt es zudem Hinweise auf einen gestuften Unterbau, der typisch für frühe Gräber in Frankreich ist.

Der Hügel war damals wohl mehr als nur eine Grabstätte. Er war das Zentrum eines lebendigen Siedlungssystems und ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel. Die Menschen tauschten Waren bis hin zum Atlantik und zum Mittelmeer. Zwei Beile aus Jade und Amphibolit, die vermutlich aus dem Hügel stammen, belegen diese weiten Kontakte bis in die Bretagne und die Westalpen. Die Beile kann man heute im Stadtmuseum Hofheim anschauen.

Die Arbeit war in diesem Jahr jedoch mühsam. Die starke Hitze und die Trockenheit machten den Grabungen zu schaffen. Deshalb konnten einige Fragen noch nicht geklärt werden. Die Forscher prüfen nun, wie sie die Untersuchungen in einer weiteren Kampagne fortsetzen können. Die Stadt Hofheim unterstützt das Projekt bereits seit 18 Jahren.

Quelle: Hofheim am Taunus – zur Originalmeldung

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