Hofgeismar plant neuen Kurs für den Stadtwald
Bürgermeister Torben Busse und Mitglieder des Magistrats waren am 2. September 2026 im süd-östlichen Teil des Stadtwaldes in Hofgeismar (Landkreis Kassel, Hessen) unterwegs. Begleitet wurden sie von Revierleiter Gabriel Menke und Forstamtsleiter Holger Pflüger-Grone. Bei dem Spaziergang ging es vor allem um eine Frage: Wie muss der Wald aussehen, damit er trotz des Klimawandels überlebt?
Revierleiter Gabriel Menke erklärte den Politikern an verschiedenen Stationen, dass man im Forstwesen in Jahrzehnten denkt und nicht in Monaten. Deshalb ändern sich gerade jetzt viele Strategien. So sollen in einem Bereich die Nadelbäume langfristig durch Edellaub-Mischbestände ersetzt werden. Diese Baumarten kommen mit den künftigen Wetterbedingungen besser zurecht.
Ein wichtiger Teil der neuen Strategie ist die Vielfalt. Es wird auf Kahlschläge verzichtet und Totholz im Wald gelassen. Bürgermeister Busse markierte während des Rundgangs sogar selbst einen sogenannten Habitatbaum. Das ist ein Biotopbaum, der nicht gefällt wird, sondern als Lebensraum für Tiere und Insekten im Wald bleibt.
Für diese Umstellung gibt es auch finanzielle Unterstützung. Die Stadt Hofgeismar nimmt am Programm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ teil. Seit einem Bescheid aus dem Jahr 2025 fließt über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich eine Förderung in Höhe von 63.272 Euro in den Wald.
Bürgermeister Busse zeigte sich nach dem Termin zufrieden. Er betonte, dass die früheren Förster den Wald bereits nachhaltig gepflegt hätten. Deshalb stehe die Stadt nun gut da, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Die nachhaltige Bewirtschaftung soll konsequent weitergeführt werden.
Quelle: Hofgeismar – zur Originalmeldung