Hirschau: Jetzt Internetgeschwindigkeit für jedes Haus abrufbar
Viele Menschen in Hirschau (Landkreis Amberg-Sulzbach, Bayern) fragen sich, warum das Internet bei ihnen langsam ist oder wann endlich schnellere Leitungen verfügbar sind. Jetzt gibt es eine Antwort darauf. Bürgermeister Hermann Falk hat eine sogenannte Bitratenanalyse beauftragt. Diese Untersuchung prüft jede einzelne Adresse in der Stadt ganz genau.
Das Ziel ist es, sogenannte „weiße Flecken“ zu finden. Das sind Bereiche, in denen das Netz schlecht ist, obwohl man eigentlich denkt, dass die Versorgung passt. Der Breitbandberater Sebastian Krysa hat die Ergebnisse bereits dem Stadtrat vorgestellt.
Ab sofort können alle Bewohner auf der Internetseite www.bitratenkarte.de/as/hirschau nachsehen, welche Download-Geschwindigkeit bei ihnen möglich ist. Auf der Karte sind alle Häuser mit farbigen Markern versehen. Man sieht sofort, ob ein Kupfer- oder Glasfaseranschluss vorhanden ist oder ob Kabel-TV genutzt werden kann. Außerdem zeigt die Karte, welcher der drei Anbieter – Jobst DSL, Vodafone oder die Telekom – an der jeweiligen Adresse den besten Anschluss bietet.
Die Zahlen für die Stadt sehen gut aus. Im Durchschnitt liegt die Geschwindigkeit in Hirschau bei 86 Mbit/s. Damit ist die Stadt deutlich schneller als der Rest von Deutschland. Bereits 64 Prozent aller Haushalte haben Anschlüsse mit mehr als 100 Mbit/s.
Auch für die letzten Lücken gibt es einen Plan. In Kindlas läuft derzeit die Ausschreibung für Glasfaseranschlüsse. Wenn diese fertiggestellt sind, ist die gesamte Stadt versorgt.
Damit das schnelle Internet auch wirklich ankommt, müssen die Bewohner nun selbst aktiv werden. Sie müssen beim Netzbetreiber den passenden Tarif buchen. Zudem muss der Router zu Hause modern genug sein, um die hohen Geschwindigkeiten auch verarbeiten zu können.
Quelle: Hirschau – zur Originalmeldung