Hildesheim: Lkw-Fahrer fährt in Baustelle und bleibt stecken
Am Freitagmittag gegen 13:20 Uhr passierte auf der A7 in Hildesheim (Niedersachsen) ein ungewöhnlicher Vorfall. Ein 48-jähriger Lkw-Fahrer aus Belarus befuhr mit seinem Sattelzug die gesperrte Auffahrt an der Anschlussstelle Hildesheim-Drispenstedt. Dabei ignorierte er die Absperrungen und die Verbotsschilder der Baustelle auf der Südfahrbahn.
Als der Mann auf der Fahrbahn ankam, bemerkte er vermutlich seinen Fehler. Er versuchte, den schweren Sattelzug zu wenden. Dabei rutschte die Vorderachse der Zugmaschine in eine etwa 40 Zentimeter tiefe Vertiefung der abgefrästen Betonfahrbahn. Der Lkw blieb an der Kante der neuen Fahrbahn hängen und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Eine vorbeifahrende Frau bemerkte die Situation und rief die Polizei.
Die Beamten der Autobahnpolizei mussten nun improvisieren. Sie bauten aus Material, das auf der Baustelle vorhanden war, eine Rampe unter die Vorderreifen. Erst so konnte der Sattelzug gegen 14:40 Uhr aus der Grube herausfahren. Der fließende Verkehr auf der Autobahn wurde durch die Aktion nicht behindert.
An der neuen Betonfahrbahn und am Unterboden des Lkw entstanden Schäden. Die Polizei nahm den Vorfall als Verkehrsunfall auf. Dem Fahrer droht nun ein Bußgeld wegen mehrerer Verkehrsordnungswidrigkeiten.
Die Ermittlungen dauern an.