Hightech aus Halver: Sensorik für die Zukunft
In Halver (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) entstehen Technologien, die man eher aus großen Forschungszentren kennt. Das Unternehmen duotec entwickelt dort keine Standardprodukte, sondern maßgeschneiderte Sensorlösungen. Landrat Ralf Schwarzkopf und David Bathe von der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) haben sich die Arbeit vor Ort angesehen.
Die Firma baut Sensoren für ganz unterschiedliche Bereiche. Dazu gehören Lösungen für die Automobilindustrie, die Medizintechnik sowie Energie- und Industrieanwendungen. Die Experten entwickeln unter anderem intelligente Textilien, Druck- und Kraftsensoren oder Quantensensorik auf Diamantbasis. Diese Technik ist bereits in echten Produkten verbaut.
Besonders spannend sind aktuelle Projekte wie eine sogenannte „elektronische Nase“. Diese kann verschiedene Gase erkennen, was vor allem für Feuerwehren oder in der Industrie nützlich ist. Zudem gibt es intelligente Sitzkissen für Rollstuhlfahrer, die Druckbelastungen messen, um die Gesundheit der Nutzer zu schützen.
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Südwestfalen. So können neue Ideen schneller in marktfähige Produkte verwandelt werden und Fachkräfte bleiben in der Region. Landrat Schwarzkopf betonte bei seinem Besuch, dass Hightech und ländlicher Raum kein Widerspruch sind und in der Region viele hochspezialisierte Betriebe existieren.
Seit dem 1. Januar 2026 gehört die duotec GmbH wieder der Familie: Michael Hahn und Laura Turck-Hahn sind die neuen Eigentümer. Das Unternehmen arbeitet eng mit der Schwesterfirma ZELOCON GmbH zusammen. Während ZELOCON supraleitendes Material und Komponenten herstellt, baut duotec daraus die fertigen elektronischen Baugruppen und Geräte.