Hessen hebt Waldbrandalarmstufe A wieder auf
In den hessischen Wäldern wird die Luft wieder etwas lockerer. Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat hat die Waldbrandalarmstufe A mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Diese zweithöchste Warnstufe war seit dem 3. August 2026 in Kraft.
Der Grund für die Entwarnung ist das Wetter. Es hat landesweit geregnet und die Temperaturen sind deutlich gesunken. Laut dem Deutschen Wetterdienst ist für die nächsten Tage nicht damit zu rechnen, dass die Gefahr wieder so stark ansteigt, dass kritische Werte erreicht werden.
Doch die Gefahr ist nicht komplett weg. Der Sommer 2026 war einer der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen, und besonders der Juli war außergewöhnlich warm und trocken. Viele Blätter und Pflanzen im Wald sind deshalb immer noch staubtrocken und können schnell Feuer fangen. Deshalb bittet das Ministerium die Menschen, weiterhin vorsichtig zu sein. In manchen Waldgebieten bleiben Grillstellen deshalb auch jetzt noch geschlossen.
Die Zahlen der letzten Wochen zeigen, wie ernst die Lage war. Allein seit dem 3. August gab es in Hessen knapp 50 Waldbrände. Dabei wurden rund 380.000 Quadratmeter Waldfläche beschädigt. Rechnet man das gesamte Jahr zusammen, gab es mindestens 160 Brände. Die gesamte Schadfläche von 560.000 Quadratmetern entspricht etwa 78 Fußballfeldern.
Das Ministerium betont, dass größere Katastrophen nur durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr, der Forstleute und vieler freiwilliger Helfer verhindert werden konnten. Da die Trockenheit noch nicht ganz überwunden ist, könnte die Alarmstufe A in Zukunft wieder ausgerufen werden.
Quelle: Sinn – zur Originalmeldung