Herne: Landwirtschaftsministerin Gorißen spricht mit Bauern
In Herne (Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen) kam es am 24. Juli zu einem Treffen zwischen der Politik und der Landwirtschaft. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda trafen sich mit knapp 24 Vertretern der örtlichen Bauernschaft. Ziel war ein offener Austausch über die Probleme, mit denen die Betriebe in der dicht besiedelten Stadt zu kämpfen haben.
Besonders die wirtschaftliche Lage der Landwirte stand im Fokus. Hohe Energiekosten machen es den heimischen Betrieben schwer, wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Problem wird dadurch verschärft, dass Konkurrenten aus dem Ausland oft niedrigere Lohnkosten haben und weniger strenge Umweltauflagen erfüllen müssen. Auch das Wetter sorgt für Sorgen: Die diesjährigen Ernteausfälle bei Spargel und Erdbeeren zeigen deutlich, wie sehr der Klimawandel bereits die Erträge beeinflusst.
Oberbürgermeister Dudda betonte, dass die grünen Flächen in der kompakten Stadt Herne wichtig seien. Sie dienen nicht nur der Produktion von Lebensmitteln, sondern sind auch wichtige Erholungsgebiete für Spaziergänger und zur Pflege der Landschaft.
Im Gespräch wurde daher intensiv über Fördergelder diskutiert. Die Beteiligten sprachen darüber, wie die Europäische Union, der Bund und das Land NRW die Betriebe unterstützen können. Ziel ist es, die Landwirtschaft zukunftsfest zu machen und die Stadtentwicklung zu fördern.
Ministerin Gorißen versprach, sich auf nationaler und europäischer Ebene für weniger Bürokratie einzusetzen. Zudem wolle sie die Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel beschleunigen. Sie sieht in der Nähe der Stadt eine Chance für die regionale Erzeugung, da dies das Vertrauen der Verbraucher stärke und die Ernährungssicherheit verbessere. Die Landesregierung wolle daher bessere Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe schaffen.
Weitere Details zu konkreten Förderzusagen liegen bislang nicht vor.
Quelle: Herne – zur Originalmeldung