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Herne: Geld für grüne Dächer gibt es jetzt

Copyright und Urheber siehe Herne

Hausbesitzer und Firmen in Herne können einen Zuschuss bekommen, wenn sie ihre Dächer begrünen. Die Stadt möchte so die Hitze in der Stadt senken.

Verena Umbach aus Herne (Nordrhein-Westfalen) möchte ihr Garagendach begrünen. Das sieht nicht nur besser aus, sondern hilft auch gegen die Hitze im Sommer. Grüne Dächer wirken wie eine natürliche Klimaanlage: Sie speichern Regenwasser, kühlen die Umgebung und sind gut für die Luft. Damit die Kosten nicht allein an ihr hängen bleiben, hat sie einen Förderantrag gestellt.

Die Zusage für das Geld bekam sie persönlich von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Uli Paetzel von der Emschergenossenschaft. Normalerweise kommt die Bestätigung einfach per Nachricht über ein Online-Portal. Die beiden Verantwortlichen wollten aber bewusst auf das Programm „10.000 Grüne Dächer“ aufmerksam machen. Ihr Ziel ist es, dass mehr private Hausbesitzer und Unternehmen mitmachen, da die Stadt allein nicht genug Flächen begrünen kann.

Das Finanzielle ist dabei attraktiv: Wer förderberechtigt ist, bekommt 50 Euro pro Quadratmeter. Das gilt für Flächen bis zu 200 Quadratmeter, was eine maximale Summe von 10.000 Euro bedeutet. Wer eine größere Fläche begrünen will, kann sich per E-Mail an [email protected] wenden.

Ein wichtiger Punkt für alle Interessierten: Man darf nicht einfach anfangen zu bauen. Zuerst muss der Antrag gestellt und die Zusage abgewartet werden. Sobald man das Okay hat, hat man drei Jahre Zeit für die Umsetzung. Wenn das Dach fertig ist, lädt man ein Foto im Portal hoch und bekommt das Geld ausgezahlt. Die Anträge können jederzeit online gestellt werden, sogar im Winter.

Für die Bepflanzung eignen sich robuste Pflanzen, die wenig Pflege brauchen und ohne extra Gießen auskommen. Gut geeignet sind zum Beispiel Mauerpfeffer, Gräser, Kräuter oder kleine Blühpflanzen wie Glockenblumen. Man kann entweder Samen ausbringen oder fertige Pflanzenteppiche wie Rollrasen auslegen.

Wer die Arbeit selbst erledigt, wie Verena Umbach, kann die Materialkosten fast komplett mit der Förderung decken. Wer eine Firma beauftragt, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen, die man selbst bezahlen muss. Alle Infos und das Antragsportal gibt es auf der Webseite der Gründach-Förderung.

Quelle: Herne – zur Originalmeldung

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