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Herford: Trio mit Umarmungs-Trick auf Jagd

Ein Mann und zwei Frauen versuchten in der Herforder Innenstadt, ältere Damen mit einer hinterhältigen Masche auszurauben.

Zivilpolizisten beobachteten in Herford (Nordrhein-Westfalen) einen VW Passat mit einem Kennzeichen aus dem Ruhrgebiet. Das Auto fuhr ohne erkennbares Ziel durch die Innenstadt. Im Wagen saßen drei Menschen. An der None hielt der Wagen plötzlich am Straßenrand.

Eine Frau aus dem Auto sprach eine ältere Dame an, die einen Rollator benutzte. Sie fragte nach dem Weg zum Krankenhaus. Nachdem die Seniorin ihr geholfen hatte, bedankte sich die Frau extrem überschwänglich und wollte die ältere Dame umarmen. Die Frau reagierte jedoch richtig, lehnte die Umarmung ab und ging schnell weg. Die Zivilbeamten konnten die Menschen im Auto daraufhin ansprechen und ihre Daten aufnehmen.

Kurz darauf passierte an der Graf-Kanitz-Straße fast dasselbe. Die Frauen versuchten, eine 53-jährige Frau mit der gleichen Methode zu überrumpeln. Auch hier wehrte sich das Opfer gegen den Körperkontakt und verhinderte so den Diebstahl.

Das Trio nutzte eine bestimmte Masche: Sie gaben den Opfern als Dankeschön günstigen Modeschmuck. Während sie die Menschen umarmten und ablenkten, stahlen sie gleichzeitig den wertvollen Schmuck der Betroffenen.

Schließlich konnten die Beamten das Trio in der Mozartstraße auf frischer Tat festnehmen. Dabei halfen weitere Polizeikräfte. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 28-jährigen Mann, eine 25-jährige und eine 22-jährige Frau. Der Fahrer des Wagens ist der Polizei bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten bekannt. Die beiden Frauen sind nun des Bandendiebstahls dringend verdächtig.

Die Polizei warnt vor solchen Betrügern. Die Freundlichkeit sei nur eine Fassade, um die Opfer durch Körperkontakt und Ablenkung auszurauben. Man solle solche Annäherungen entschieden ablehnen.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Kreispolizeibehörde Herford – zur Originalmeldung

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