Herdecke: Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen verboten
Es ist diesen Sommer zu trocken geblieben. In den letzten Wochen hat es kaum geregnet, weshalb die Wasserstände in den Bächen im Kreisgebiet stark gesunken sind. Um die Natur und die Tiere im Wasser zu schützen, hat die Untere Wasserbehörde nun durchgegriffen.
Ab Samstag, den 25. Juli, ist es verboten, ohne Genehmigung Wasser aus den Gewässern im Ennepe-Ruhr-Kreis (Nordrhein-Westfalen) zu entnehmen. Das betrifft alle Bewohner in Herdecke und Umgebung. Bereits seit dem 15. Juli gilt ein ähnliches Verbot der Bezirksregierung Arnsberg für die größeren Flüsse, wozu auch die Ruhr gehört.
Das Verbot ist streng: Es ist nicht nur untersagt, große Mengen mit Pumpen oder fahrbaren Behältern abzuschöpfen. Auch wer nur kleine Mengen Wasser für seinen privaten Garten entnehmen will, macht sich strafbar. Nur zwei Ausnahmen gibt es: Vieh darf weiterhin getränkt werden und das Schöpfen mit einfachen Handgefäßen bleibt erlaubt.
Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Bußgeldern rechnen. Oliver Gerlach, der Leiter der Unteren Wasserbehörde, erklärt, dass die niedrigen Pegel eine große Belastung für die Umwelt seien. Pflanzen und Tiere an den Ufern könnten dauerhaft geschädigt werden, wenn jetzt zu viel Wasser entnommen wird.
Die Behörden beobachten die Wasserstände nun laufend. Sobald es wieder genug geregnet hat und die Situation stabil ist, wird die Allgemeinverfügung wieder aufgehoben.
Quelle: Herdecke – zur Originalmeldung