Heppenheim will Stromkosten für Straßenlampen senken
In Heppenheim (Kreis Bergstraße, Hessen) ist in den letzten Jahren viel passiert. Es gibt mehr Wohnungen und neue Arbeitsplätze. Damit die Stadt mitwächst, wurden auch mehr Straßenlaternen aufgestellt. Normalerweise würde das bedeuten, dass die Stromrechnung steigt. Doch die Stadt hat es geschafft, den Verbrauch auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten.
Das funktioniert vor allem deshalb, weil alte Lampen gegen sparsame Modelle ausgetauscht wurden. Zudem wurden Laternen entfernt, die an manchen Stellen gar nicht mehr gebraucht wurden. Aktuell verbraucht die Straßenbeleuchtung etwa eine Million Kilowattstunden pro Jahr. Das ist ein riesiger Posten, denn es macht rund ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs der Stadtverwaltung aus. Um sich das besser vorzustellen: Das ist so viel Strom, wie etwa 300 Familien mit vier Menschen im Jahr verbrauchen.
Jetzt will die Stadt den Verbrauch noch weiter senken. Früher musste man oft den kompletten Kopf einer Laterne austauschen, was teuer war und manchmal zu ungleichmäßigem Licht führte. Heute reicht es oft aus, nur das Leuchtmittel – also die Birne – zu ersetzen. Das ist günstiger und einfacher. Bei etwa 75 Prozent aller Laternen in Heppenheim ist dieser Wechsel technisch möglich.
Für die Stadt steht dabei die Sicherheit an erster Stelle. Gut beleuchtete Wege sollen Unfälle verhindern und dafür sorgen, dass sich die Menschen nachts sicher fühlen. Gleichzeitig versucht die Stadt, die Natur zu schützen. Zu viel Licht stört Tiere und die Umwelt. Deshalb wird bei neuen Anlagen auf die richtige Lichtfarbe und den Winkel geachtet, damit nicht unnötig viel Licht in den Himmel oder in die Natur strahlt. Wenn es aber zwischen Umweltschutz und Verkehrssicherheit hakt, hat die Sicherheit Vorrang.
Quelle: Heppenheim – zur Originalmeldung