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Heiningen baut riesige Solaranlage im Riedern

Copyright und Urheber siehe Heiningen

Der Gemeinderat hat grünes Licht für ein großes Photovoltaik-Projekt gegeben. Die Anlage wird die größte im gesamten Kreis Göppingen.

In Heiningen (Kreis Göppingen, Baden-Württemberg) bekommt die Energiewende ein neues Gesicht. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan für eine Freiflächen-PV-Anlage im Bereich Riedern beschlossen. Mit zehn Ja-Stimmen und drei Enthaltungen wurde die Entscheidung gefällt. Damit ist der Weg frei für das Projekt der Bürgerenergiegenossenschaft Voralb/Schurwald (BEG).

Das Vorhaben ist gewaltig: Insgesamt 7.722 Module sollen installiert werden. Die Anlage wird eine Leistung von 4.981 MWp erreichen und damit Ende 2026 die größte ihrer Art im Kreis Göppingen sein. Damit das Ganze auch sinnvoll funktioniert, kommt ein großer Batteriespeicher mit 10 MW ins Spiel. Dieser kann den Strom speichern und dann ab 18 Uhr verkaufen, wenn die Preise am höchsten sind.

Die Bauarbeiten starten bereits am 17. August 2026. Da die Anlage in der Nähe des Naturkindergartens Eulennest entsteht, wurden die Eltern und das Personal bereits informiert. Die lautesten Arbeiten, wie das Einrammen der Module und der Bau des Zauns, fallen größtenteils in die Schließzeit des Kindergartens. Die Module werden per LKW geliefert und sofort verbaut, damit kein Material auf der Fläche liegen bleibt. Um die Natur zu schützen, wird ein 7,5 Meter breiter Blühstreifen angelegt und auf 30 Prozent der Fläche ein Gehölzriegel gepflanzt. Es wird kein einziger Baum gefällt.

Neben der Solaranlage gab es weitere wichtige Entscheidungen. In der Oberen Weingartenstraße muss dringend saniert werden. Dort ist ein Kanalstück auf rund 40 Metern Länge zusammengebrochen. Deshalb wird nun auch die Wasserleitung auf 60 Metern und die Straßenoberfläche auf 65 Metern erneuert. Die Straße bleibt für die Zeit der Bauarbeiten komplett gesperrt. Die Kosten dafür liegen bei maximal 157.000 Euro.

Auch an der Ernst-Weichel-Schule wird investiert. An der Ecke Bleichstraße und Bezgenrieter Straße bekommt das Gebäude eine neue Eingangstür mit Windfang für rund 76.439,65 Euro. Die alten Türen waren undicht und die Schließer kaputt. Künftig gibt es dort auch einen barrierefreien Zugang.

Finanziell sieht es in der Gemeinde schwierig aus. Die Liquidität hat sich von Januar bis Juli 2026 um über eine Million Euro verschlechtert. Um mehr Geld einzunehmen, erhöht der Gemeinderat die Pachten für landwirtschaftliche Flächen um 20 Prozent. Das bringt der Gemeinde bis zu 2.273 Euro mehr ein. Ein Lichtblick ist jedoch der Neubau des Breitekindergartens: Hierfür erhält die Gemeinde zwei Millionen Euro aus einem Ausgleichstopf des Landes Baden-Württemberg. Der Spatenstich soll im Herbst erfolgen.

Zuletzt wurde über den Bereich der ehemaligen Deponie Sachsentobel entschieden. Dort soll ein Bach, der momentan in einem Rohr unter der Erde verläuft, wieder an die Oberfläche geholt werden. Dafür muss auf einem Gemeindegrundstück kurzzeitig ein Teil des Waldes gefällt werden. Später wird die Fläche wieder aufgeforstet. Die Entscheidung fiel mit neun Ja-Stimmen und vier Enthaltungen.

Quelle: Heiningen – zur Originalmeldung

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